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33 Euro pro Kopf: Deutschland kauft fairer ein, bleibt in Europa aber zurück

Kakaoschoten (Symbolbild)
Kakaoschoten (Symbolbild) Copyright  Copyright 2017 Associated Press. All rights reserved / Beth J. Harpaz
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Von FL
Zuerst veröffentlicht am
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Der Markt für Produkte aus "fairem Handel" entwickelt sich in Deutschland weiter positiv: 2025 stieg der Umsatz auf einen neuen Höchstwert von 2,7 Milliarden Euro. Doch im europäischen Vergleich bleibt Luft nach oben.

Der Faire Handel in Deutschland ist im Jahr 2025 weiter gewachsen und hat einen neuen Umsatzrekord erreicht. Nach den aktuellen Marktdaten des Forum Fairer Handel (FFH) stieg der Umsatz mit fair gehandelten Produkten auf 2,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Besonders gefragt waren unter anderem Kaffee und Schokolade. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher entschieden sich dabei bewusst für fair gehandelte Alternativen.

Auch die Weltläden verzeichneten einen deutlichen Zuwachs. Trotz der weiterhin schwierigen Lage im stationären Einzelhandel steigerten sie ihren Umsatz um zehn Prozent. Nach Einschätzung des FFH zeigt das, dass spezialisierte Fachgeschäfte für den Fairen Handel weiterhin eine wichtige Rolle spielen: als Verkaufsorte, aber auch als Anlaufstellen für entwicklungspolitische Bildungs- und Informationsarbeit.

Ein Weltladen ist ein Fachgeschäft, das sich auf Produkte aus dem Fairen Handel spezialisiert hat. Verkauft werden dort vor allem Lebensmittel, Kunsthandwerk, Textilien und Geschenkartikel, die unter fairen sozialen und ökologischen Bedingungen hergestellt wurden.

Im Europavergleich bleibt Aufholpotenzial

Der Blick über die deutschen Grenzen zeigt jedoch, dass beim Konsum fair gehandelter Produkte noch Entwicklungspotenzial besteht. Zwar gaben Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland 2025 durchschnittlich 33 Euro pro Kopf für fair gehandelte Waren aus – so viel wie nie zuvor.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit aber weiterhin hinter mehreren Nachbarländern. In Österreich beliefen sich die Pro-Kopf-Ausgaben auf 88 Euro, in Frankreich auf rund 47 Euro. Spitzenreiter bleibt die Schweiz mit rund 129 Euro pro Einwohnerin und Einwohner, wobei sich dieser Wert ausschließlich auf zertifizierte Fairtrade-Produkte bezieht.

Das Forum Fairer Handel bewertet die wirtschaftliche Entwicklung positiv, sieht jedoch politischen Handlungsbedarf. Angesichts zunehmender Marktkonzentration in globalen Lieferketten sowie eines wachsenden Drucks auf Umwelt- und Menschenrechtsstandards fordert der Verband verlässliche politische Rahmenbedingungen, um faire Handelsbeziehungen langfristig zu stärken.

Was bedeutet "fair"?

"Fair gehandelt" bedeutet, dass Produkte nach festgelegten sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Standards hergestellt und gehandelt werden. Dabei steht die gesamte Lieferkette mit ihren einzelnen Bestandteilen im Fokus.

Ziel ist es, Produzentinnen und Produzenten, meist in Ländern des Globalen Südens, bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu ermöglichen.

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