Somalische Piraten haben einen Treibstoff- und Chemikalientanker mit 20 Besatzungsmitgliedern, darunter acht Deutsche, gekapert. Das Schiff wurde im Golf von Aden entführt und in somalische Gewässer gebracht.
Somalische Piraten halten derzeit ein Handelsschiff mit acht Deutschen an Bord fest. Reuters hatte bereits vergangene Woche über die Entführung eines Schiffes berichtet. Allerdings war damals noch unklar, wer hinter der Kaperung stecken könnte sowie dass sich deutsche Staatsangehörige an Bord befinden sollen. Bei dem entführten Schiff handelt es sich um einen Treibstoff- und Chemikalientanker.
An Bord der MT „Asana“ sollen sich insgesamt 20 Besatzungsmitglieder befinden, darunter acht Deutsche und zehn Philippiner. Gekapert worden sein soll das Schiff im Golf von Aden. Der Meeresgolf liegt zwischen dem Jemen und Somalia und trennt den afrikanischen Kontinent von der Arabischen Halbinsel.
Von einer Kaperung in der Region hat vergangene Woche auch die britische Marinebehörde für Handelsschifffahrt (UKMTO) berichtet. Demnach sei ein Schiff zunächst von Unbekannten geentert worden. Anschließend sei es in somalische Gewässer gebracht worden. Die Behörde spricht von einer Kaperung. Der Vorfall soll sich 65 Seemeilen südlich von Al Mukalla im Jemen ereignet haben.
Das Auswärtige Amt hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert. In der Regel kommentiert die Behörde mögliche Entführungsfälle nicht.
Ihren Höhepunkt erreichte die Piraterie vor Somalia zwischen 2008 und 2018. Immer wieder kaperten Piraten Schiffe und verlangten Lösegelder. Seit 2023 werden erneut vermehrt entsprechende Vorfälle gemeldet.