Rekordhitze lässt Europas Wasserreserven schwinden: Flüsse trocknen aus, Böden werden staubig, Auflagen nehmen zu. Was plant die EU? Fragen Sie den Euronews KI-Chatbot.
Jeden Sommer zeigt sich dasselbe Warnsignal: sinkende Wasserstände, ausgedörrte Böden und Notfallbeschränkungen beim Wasserverbrauch. Von Jahr zu Jahr werden diese Probleme gravierender.
Derzeit stehen 67 französische Départements im Krisenmodus und unterliegen Wasserbeschränkungen. 20 weitere gelten als Hochrisikogebiete. Die Donau führt so wenig Wasser wie zuletzt 1996. Das trifft Landwirtschaft, Verkehr und Energieerzeugung in Mittel- und Osteuropa, etwa in Ungarn und Rumänien. Die Niederlande meldeten bereits im Juli Wassermangel; Hausboote sitzen auf ausgetrockneten Flussbetten fest. Auf sieben griechischen Inseln in der Ägäis riefen die Behörden den Dürfenotstand aus.
Nach Daten der EU-Kommission erleben jedes Jahr rund 30 Prozent der Europäerinnen und Europäer Wasserstress; betroffen sind 20 Prozent der Landfläche. In Südeuropa lebt rund 30 Prozent der Bevölkerung dauerhaft unter Wasserstress, in Spitzenmonaten steigt der Anteil auf bis zu 70 Prozent.
Intensive Hitzewellen lassen Wasser schneller verdunsten und verstärken Dürren. In diesem Sommer standen laut jüngsten Daten von WISE Freshwater bis Mitte Juli bereits 38 Prozent der Landfläche unter Dürre, nach 15 Prozent im Januar.
Wasserknappheit entsteht auch durch jahrzehntelange Übernutzung, um den steigenden Bedarf zu decken. In Europa gehen 23 Prozent des aufbereiteten Wassers durch Lecks in der Infrastruktur verloren. Hinzu kommen schlechte ökologische Zustände, die die verfügbaren Wasserressourcen weiter verringern.
Die EU hat 2025 die Water Resilience Strategy gestartet. Sie umfasst mehr als 50 konkrete Maßnahmen, um die Union wasserrobust zu machen: durch eine wassersparende Wirtschaft und den Schutz des Wasserkreislaufs. Zugleich soll überall im Staatenbund sauberes und bezahlbares Wasser gesichert werden.
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