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Türkische "Gen-Z-Banden" sollen hinter 20 Straftaten stecken

Polizeiwagen, Symbolbild
Polizeiwagen, Symbolbild Copyright  (c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Von Laura Fleischmann
Zuerst veröffentlicht am
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In Nordrhein-Westfalen sollen sogenannte "Gen-Z-Banden" hinter rund 20 Straftaten stecken. Laut den Ermittlern haben es die Gruppen vor allem auf reiche türkische Geschäftsleute abgesehen.

In der Nacht auf Sonntag sollen zwei unbekannte Männer auf ein Wohnhaus in Erfstadt-Köttingen geschossen haben, so die Polizei. Der Angriff wird von der Staatsanwaltschaft als versuchte Tötung gewertet; nach Informationen der ARD steht er im Zusammenhang mit einem Erpressungsversuch gegen eine Imbisskette.

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Bereits seit Längerem werde die Kette mit einer Forderung von mehreren Millionen Euro erpresst. Auch mehrere Filialen seien demnach in den vergangenen Wochen angegriffen worden. Dahinter stecken möglicherweise, so die Ermittler, türkische "Gen-Z-Banden".

Sie sollen nach Angaben des Landeskriminalamts NRW hinter rund 20 Straftaten in Nordrhein-Westfalen stecken, die seit Februar begangen wurden.

Die Banden soll es vor allem auf reiche türkische Geschäftsleute abgesehen haben, die sie demnach erpressen. Dabei sollen auch immer wieder Schüsse fallen und Brandanschläge durchgeführt werden.

Zwischen 1995 und 2010 geboren

Die "Gen-Z-Banden" sollen gewaltbereit sein. Ihre Mitglieder würden teilweise wechseln und seien zwischen 1995 und 2010 geboren, was den Namen der Banden erklärt.

Den Großteil ihrer Taten würden die Mitglieder im Rhein-Ruhr-Gebiet ausüben, allerdings würden auch bundesweit Straftaten begangen, darunter in Berlin und in Süddeutschland.

Seit Mitte des vergangenen Jahres beobachtet das Bundeskriminalamt (BKA) vermehrt Straftaten und Gewaltdelikte durch junge türkische Banden in Deutschland. Es sei "verstärkt eine neue Form der Organisierten Kriminalität mit Bezügen zu türkischstämmigen Gruppierungen zu beobachten", so ein Sprecher des BKA zur Funke-Mediengruppe.

Weiter erklärte er: "Im Vergleich zu 'klassischen Mafia-Gruppierungen', die oftmals hierarchisch strukturiert sind, vorrangig im Verborgenen agieren und öffentlichkeitswirksame Auftritte eher vermeiden, handelt es sich bei der sogenannten 'Gen-Z-Mafia' oftmals um eher lose Netzwerke, die unter Nutzung von Social Media in Verbindung bleiben."

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