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Stromausfall nach Brand legt Teile Berlins lahm - Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Die Berliner Polizei bei einem Einsatz 2025
Die Berliner Polizei bei einem Einsatz 2025 Copyright  AP Photo
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Von Sonja Issel
Zuerst veröffentlicht am
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Im Südwesten Berlins ist am Samstagmorgen der Strom in weiten Teilen von Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde ausgefallen. Nach Angaben von Stromnetz Berlin sind rund 50.000 Haushalte und mehr als 2.000 Gewerbekunden betroffen.

Auslöser des Stromausfalls ist nach Angaben von Stromnetz Berlin ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal. Dabei wurden mehrere Stromkabel beschädigt, die das nahegelegene Kraftwerk Lichterfelde versorgen.

Die Berliner Feuerwehr wurde gegen 6.12 Uhr alarmiert und konnte den Brand löschen. Nach Polizeiangaben stand eine Verteilerstation in der Bremer Straße in Flammen. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar.

Nach Angaben des Pressesprechers von Stromnetz Berlin, Henrik Beuster, ist der aktuelle Stromausfall in seiner Größenordnung mit einem ähnlichen Vorfall im September im Südosten Berlins vergleichbar. Auch damals waren zunächst rund 50.000 Kunden betroffen. Die Störung hielt mehrere Tage an. Als Ursache hatte das Unternehmen damals einen politisch motivierten Brandanschlag auf zwei Strommasten genannt.

Im Zusammenhang mit dem jüngsten Stromausfall ermittelt die Polizei nach Angaben der BILD nun wegen des Verdachts der Brandstiftung. Rund 160 Polizeibeamte sind im Einsatz, das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Hinweise aus Ermittlerkreisen auf mögliches Insiderwissen der Täter sind bislang nicht offiziell bestätigt.

Stromversorgung voraussichtlich am Abend wiederhergestellt

Die Reparaturarbeiten werden nach Einschätzung von Stromnetz Berlin noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Der Netzbetreiber rechnet damit, dass die Stromversorgung frühestens gegen 18.30 Uhr vollständig wiederhergestellt ist.

Die Feuerwehr ist weiterhin mit einem Großaufgebot im Einsatz. Unter anderem werden Menschen aus steckengebliebenen Aufzügen befreit. Zudem wird die Versorgung von Patienten sichergestellt, die zu Hause auf medizinische Geräte angewiesen sind.

Die Berliner Polizei wies zudem darauf hin, dass es in dem betroffenen Gebiet auch zu Ausfällen im Mobilfunk- und Festnetz kommen kann.

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