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Mecklenburg-Vorpommern Prognose: AfD knapp vor SPD

Wird es das befürchtete historisch schlechte Ergebnis für die CDU in Mecklenburg-Vorpommern?
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Von Franziska Müller
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die CDU ist in den letzten Umfragewerten vor dem Wahlsonntag in Mecklenburg-Vorpommern tief abgerutscht auf sechs Prozent. Während die AfD und die SPD sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, bangt die Union um den Einzug in den Landtag.

Bei sechs Prozent lagen die Umfragewerte für die CDU in Mecklenburg-Vorpommern, in der ersten Prognose zeichnet sich das knappe Ergebnis für die Partei des Kanzlers weiter ab: Fünf Prozent stimmten für die Christdemokraten. (Der Einzug in den Landtag schien schon lange nicht mehr so ungewiss.)

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Bei den Landtagswahlen 2021 hatte die CDU im nördlichen Bundesland noch 13,3 Prozent, lag an zweiter Stelle hinter der SPD. Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin seit 2017, liefert sich dieses Jahr ein knappes Rennen mit der AfD. Für das seit 28 Jahren sozialdemokratisch regierte Bundesland wäre ein Gewinn der AfD eine Zäsur. In der ersten Prognose liegt die SPD bei 36,5 Prozent und die AfD bei 38 Prozent.

Die Umfrage des Instituts Infratest dimaps im Auftrag der ARD kommt auf ein ähnliches Gesamtbild, doch SPD (35,5 Prozent) und AfD (37 Prozent) sind näher beieinander. Die CDU hat hier 0,5 Prozentpunkte mehr als in der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen. DIe LInke wird bei 7,5 Prozent angezeigt, die Grünen stehen in beiden Umfragen gleichauf. Das BSW macht es laut der 18-Uhr-Prognose von Infratest dimap mit 5 Prozent gerade noch in den Landtag.

Die erste Hochrechnung wird für 19:30 Uhr erwartet.

In den vergangenen Wochen holte Schwesig zum Endspurt aus. Sie verkleinerte den Abstand zur AfD von 19 Prozentpunkten auf drei Prozentpunkte, in den letzten Umfragen vor der Wahl stand die Partei erstmals einen Prozentpunkt vor der AfD. Dahinter: die Linke mit neun Prozent, die CDU mit sechs Prozent, die Grünen mit fünf Prozent.

Schwesig setzt inhaltlich auf den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Stärkung der Wirtschaft etwa durch den Wegfall von Berichtspflichten für Unternehmen. Zudem im Fokus: auf eine familienfreundliche Politik, etwa durch kostenfreie Kitas. Als Ministerpräsidentin ist sie beliebt, 60 Prozent der Landesbevölkerung wollen Schwesig laut einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR an der Spitze behalten.

Krisensitzung vorab bei der CDU?

Die Union ist indes in Aufruhr. Nach Informationen von Deutschlandfunk haben sich Bundeskanzler Friedrich Merz und die CDU-Spitze bereits um 17 Uhr getroffen, um über die Wahlergebnisse beraten zu können. Die gesamte Parteiführung ist für eine formelle Sitzung in der CDU-Zentrale in Berlin zusammengekommen. In Kürze tritt Kanzler Merz vor das Mikrofon, um eine Ankündigung zu machen.

Zuvor wurde immer wieder ein möglicher Kanzlersturz zur Diskussion gebracht. Zuletzt unterzeichneten mehrere CDU-Ministerpräsidenten einen Brief, in dem sie die Personalfrage kritisierten. Die Regierungschefs machten zugleich deutlich, wie die CDU aus ihrer Krise herausfinden soll: "Der Weg zu neuem Vertrauen der Menschen in die Christdemokratie führt über das Zuhören und politisches Handeln, nicht über Personaldiskussionen." Doch das formelle Treffen in der CDU-Zentrale zeigt, dass die Union mit sich selbst ringt.

Bereits in Sachsen-Anhalt hat die CDU schlecht abgeschnitten. Mit 17,2 Prozent steht sie zwar an zweiter Stelle, sie hat jedoch mehr als die Hälfte (19,9 Prozent) ihrer Wählerschaft verloren. Die AfD hat 24 Prozentpunkte hinzugewonnen und ist mit 43,8 Prozent dennoch an der absoluten Mehrheit gescheitert.

Seit der Wahl in Sachsen-Anhalt, bei der die CDU ihren Stimmenanteil im Vergleich zur vorigen Wahl nahezu halbierte, haben sich mehrere Minister und führende CDU-Politiker öffentlich kritischer gegenüber Friedrich Merz und dem Kurs der Bundesregierung geäußert. Besonders deutlich wurde die Kritik an der Kommunikation und der politischen Ausrichtung der Regierung.

Im Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern hatte sich Merz auffallend zurückgehalten. Nach seinem einzigen Auftritt Ende August in Kühlungsborn, bei dem er teilweise ausgepfiffen und beschimpft wurde, trat der Kanzler dort nicht mehr öffentlich auf. Mecklenburgs Spitzenkandidat Daniel Peters betonte, dass es um Landespolitik gehe: offenbar wollte man sich nicht zusätzlich mit der Bundespolitik belasten.

Die ersten Hochrechnungen erwarten die Bundeswahlleiter der jeweiligen Länder gegen 19:30 Uhr. Zuvor basieren die Prognosen auf Umfragen unter den Wählern direkt nach ihrem Gang zur Urne.

Wer wird Mecklenburg-Vorpommern regieren? Hier geht es zu den Porträts der Spitzenkandidaten:

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