Junge Menschen in ganz Europa kündigen ihren Job - und Unternehmen haben Mühe, die Lücken zu füllen

Personalmanager haben Mühe, die Lücken zu schließen, die ausscheidende Arbeitnehmer:innen hinterlassen
Personalmanager haben Mühe, die Lücken zu schließen, die ausscheidende Arbeitnehmer:innen hinterlassen Copyright Canva
Von Euronews
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Rund zwei Drittel der Personalverantwortlichen geben an, dass die Kündigung jüngerer Arbeitnehmer:innen einer der Hauptgründe dafür ist, dass sie ihre Qualifikationslücken nicht schließen können, so ein neuer Bericht.

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Einem aktuellen Bericht zufolge kündigen immer mehr junge Menschen in ganz Europa ihren Job - und dies wird für Unternehmen zu einem der größten Hindernisse bei der Behebung des Fachkräftemangels.

Neue Zahlen zeigen, dass 60 Prozent der Talentmanager angeben, dass der Trend zur Kündigung unter jüngereren Arbeitnehmer:innen und die ihre Schwierigkeiten bei der Suche nach neuen Mitarbeiter:innen mit den richtigen Fähigkeiten bedeuten, dass sie ihre Qualifikationslücken nicht schließen können.

Die Pandemie und die anschließende wirtschaftliche und geopolitische Instabilität, die in weiten Teilen Europas zu einer Inflation auf Rekordniveau geführt hat, haben Trends wie die so genannte "Große Resignation" und das "Stille Ausscheiden" eingeleitet.

Vor allem viele jüngere Arbeitnehmer:innen hatten das Gefühl, nicht fair behandelt zu werden und oft härter für weniger Geld zu arbeiten, zumal die Preise schneller stiegen als ihre Löhne.

Eine Umfrage unter Tausenden von Talentmanagern, Lern- und Entwicklungsfachleuten, sowie Arbeitnehmer:innen verschiedener Ebenen in Unternehmen im Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland und den USA hat gezeigt, in welche Schwierigkeiten diese Trends die Unternehmen gebracht haben.

Die hohe Fluktuation jüngerer Mitarbeiter:innen war ein besonderes Problem für Personalverantwortliche in Großbritannien. 60 Prozent von ihnen gaben an, dass dies die größte Herausforderung sei, der sie im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel gegenüberstehen.

In ihrem Bericht "2023 Global State of Upskilling and Reskilling" stellten die Analysten der Lernplattform 360Learning überdies fest, dass der Verlust des Wissens der älteren Generation, die in den Ruhestand geht, für mehr als ein Drittel der befragten Personalverantwortlichen die größte Hürde darstellt.

In Frankreich und den USA bestand die größte Herausforderung darin, genügend neue Mitarbeiter:innen mit den richtigen Fähigkeiten zu finden.

Laut David James, Chief Learning Officer bei 360Learning, übt der Fachkräftemangel "erheblichen Druck" auf viele Arten von Unternehmen aus, da institutionelles Wissen durch das Ausscheiden von Rentner:innen und die Fluktuation jüngerer Mitarbeiter:innen verloren geht.

"Das Ergebnis ist, dass die Nachfrage nach Talenten das Angebot bei weitem übersteigt. Um hier Abhilfe zu schaffen, müssen Arbeitgeber eine Kultur des kontinuierlichen Lernens schaffen und ihren Teams die Instrumente und Möglichkeiten geben, ihre Fähigkeiten zu erweitern", so James.

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