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Europas Raumfahrt-Comeback: Ariane 6 bringt 32 Satelliten in den Orbit

Die Ariane-6-Rakete hebt vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab, 12. Februar 2026
Die Ariane-6-Rakete hebt vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab, 12. Februar 2026 Copyright  Screenshot from AP video 4637165
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Von Gavin Blackburn
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13 ESA-Staaten und rund 600 Zulieferer ziehen für Europas neue Trägerrakete an einem Strang: Ariane 6 ist ein Gemeinschaftswerk der Superlative. Unter Führung der ArianeGroup entsteht so das Rückgrat europäischer Raumfahrt-Ambitionen – und der Schlüssel zu künftigen Missionen.

Die leistungsstärkste Version der europäischen Ariane-6-Rakete ist am Donnerstag gestartet. An Bord waren 32 Satelliten für Amazons LEO-Netzwerk, das mit Elon Musks Starlink konkurrieren soll.

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Der Start vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana an der Nordostküste Südamerikas ist eine Premiere für Amazon LEO.

Das vom Milliardär Jeff Bezos gegründete US-Unternehmen Amazon ist der wichtigste kommerzielle Partner für die Ariane 6. Dabei wird die Rakete als Symbol für die europäische Souveränität in diesem Sektor beworben.

Um die 32 Satelliten von Amazon LEO aufnehmen zu können, wurde die Ariane 6 aufgerüstet. Statt zwei kamen vier Strap-on-Boostern zum Einsatz, wie sie bei den ersten fünf Flügen verwendet wurden.

Die zusätzlichen Booster liefern mehr Schub. So kann die Rakete rund 21,6 Tonnen in eine niedrige Erdumlaufbahn bringen. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei nur zwei Boostern.

Teilansicht der Montagelinie der Ariane-64-Rakete in Les Mureaux, 4. Februar 2026
Teilansicht der Montagelinie der Ariane-64-Rakete in Les Mureaux, 4. Februar 2026 AP Photo

Die Booster verbrauchen 142.000 Kilogramm Festtreibstoff in etwas mehr als zwei Minuten. Danach brennen sie aus.

Amazon LEO hat bereits 175 Satelliten im Orbit und will seine Konstellation auf 3.200 ausbauen. Der Konkurrent Starlink verfügt inzwischen über fast 9.400 Satelliten.

Im vergangenen Jahr konzentrierte sich die europäische Rakete auf institutionelle Missionen. Sie brachte einen französischen militärischen Aufklärungssatelliten und einen französischen Wettersatelliten in die Umlaufbahn. Außerdem starteten von der Europäischen Union gesponserte Radar- und Navigationssatelliten zur Erdbeobachtung.

Das Ariane-6-Programm wird von 13 Nationen unterstützt. Alle sind Mitglieder der Europäischen Weltraumorganisation.

Der Bau der Rakete erfordert die Koordination von rund 600 Unterauftragnehmern. Die Leitung liegt bei der ArianeGroup.

Die Kernstufe wird in Les Mureaux westlich von Paris zusammengebaut. Die Oberstufe entsteht in einer Fabrik in Bremen. Insgesamt besteht eine Rakete aus etwa 300.000 Teilen.

Kernstufe, Oberstufe und Booster überquerten den Atlantik nach Französisch-Guayana auf einem Frachtschiff. Das Schiff war mit Segeln ausgestattet, um Emissionen zu senken und Treibstoff zu sparen.

Blick auf die Unterstufe der Ariane-64-Rakete in Les Mureaux, 4. Februar 2026
Blick auf die Unterstufe der Ariane-64-Rakete in Les Mureaux, 4. Februar 2026 AP Photo

Die Ariane 64 ist 62 Meter hoch. Ihre Kernstufe ist 5,4 Meter breit.

Die Mission soll voraussichtlich 1 Stunde und 54 Minuten dauern. Das gilt vom Start bis zur Abtrennung aller Satelliten.

Zusätzlich zu den Booster-Triebwerken wird die Ariane 6 von einem Haupttriebwerk an der Basis der Kernstufe angetrieben. Es nutzt unterkühlten Wasserstoff und Sauerstoff als Treibstoff.

Ein zweites Triebwerk zündet, sobald die Oberstufe die Erdanziehungskraft überwunden hat. Es bringt die Satelliten auf ihre genaue Umlaufbahn. Dieses Triebwerk kann während des Fluges bis zu viermal neu gezündet werden.

Weitere Quellen • AP, AFP

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