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Von Macron bis Altman: Was Politik und Tech-Elite beim KI-Gipfel in Indien fordern

Indiens Premierminister Narendra Modi, siebter von links, lässt sich beim KI-Gipfel in Neu-Delhi am Donnerstag mit Chefs verschiedener KI-Unternehmen fotografieren.
Indiens Premierminister Narendra Modi, siebter von links, posiert beim KI-Gipfel in Neu-Delhi mit Chefs verschiedener KI-Unternehmen. Copyright  Indian Prime Minister's Office via AP
Copyright Indian Prime Minister's Office via AP
Von Pascale Davies
Zuerst veröffentlicht am
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Weltweite Staats- und Regierungschefs wollen KI zügeln, streiten aber über den Weg dorthin. Ein Überblick über die zentralen Positionen.

Weltweite politische Führungspersönlichkeiten und Tech-Spitzen treffen sich in Indien zum jährlichen globalen KI-Gipfel. Ziel ist ein gemeinsamer Rahmen für die Governance von Künstlicher Intelligenz und für internationale Zusammenarbeit.

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Doch seit der letztjährige KI-Gipfel in Paris die tiefe Uneinigkeit über Regeln für sichere KI offengelegt hat, ist offen, welche Zusagen diesmal herauskommen – wenn überhaupt.

Das sind die wichtigsten Aussagen von Politik und Tech-Branche beim AI Impact Summit in Neu-Delhi.

Emmanuel Macron: Schutz vor „digitalem Missbrauch“

Der französische Präsident versprach, Kinder während der französischen G7-Präsidentschaft besser vor „digitalem Missbrauch“ zu schützen.

Macron forderte zusätzliche Schutzmechanismen, nachdem Elon Musks KI-Chatbot Grok Deepfake-Bilder sexualisierter Frauen und Kinder ohne deren Einwilligung erzeugt hatte.

Er betonte zudem, KI dürfe nicht in den Händen einiger weniger mächtiger Tech-Konzerne bleiben.

„KI ist zu einem zentralen Feld strategischer Konkurrenz geworden – und die Tech-Giganten sind noch größer geworden.“

Premierminister Narendra Modi steht neben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim Start des Indien–Frankreich-Jahres der Innovation und des kulturellen Gedenkens
Premierminister Narendra Modi steht neben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim Start des Indien–Frankreich-Jahres der Innovation und des kulturellen Gedenkens ASSOCIATED PRESS

Macron wies außerdem den Vorwurf zurück, Europa schade sich mit übertriebener Regulierung von KI.

„Entgegen dem, was einige falsch informierte Freunde behaupten, ist Europa nicht blind auf Regulierung fixiert“, sagte er.

„Europa ist ein Raum für Innovation und Investitionen, aber eben ein sicherer Raum – und sichere Räume setzen sich auf Dauer durch.“

Paris und Neu-Delhi teilten zudem eine gemeinsame Vorstellung von „souveräner KI“, sagte Macron. Damit meine er KI, die so entwickelt und gesteuert werde, dass sie den Planeten schützt und zugleich inklusives wirtschaftliches Wachstum fördert.

Narendra Modi: „Ein gemeinsames Gut zum Nutzen der gesamten Menschheit“

Indiens Premierminister hob die Kultur und das Erbe des Gastgeberlandes hervor. „Indien ist das Land Buddhas, und Buddha sagte: ‚Richtiges Handeln kommt aus richtigem Verständnis.‘ Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir gemeinsam eine Roadmap schaffen, die die wahre Wirkung von KI zeigt.“

„Indiens Kurs bei KI ist klar“, fügte er hinzu. Die Technologie sei „ein gemeinsames Gut zum Nutzen der gesamten Menschheit“.

„Gemeinsam müssen wir eine KI-Zukunft gestalten, die Innovation voranbringt, Inklusion stärkt und sich an menschlichen Werten orientiert. Wenn Technologie und menschliches Vertrauen Hand in Hand gehen, wird die wahre Wirkung von KI in der Welt sichtbar werden.“

„Wir müssen uns vornehmen, KI zum globalen Gemeinwohl einzusetzen.“

„Wir treten in ein Zeitalter ein, in dem Menschen und intelligente Systeme gemeinsam schaffen, zusammenarbeiten und sich gemeinsam weiterentwickeln“, sagte Modi.

Techbranche – Bill Gates sagt Teilnahme ab

Microsoft-Mitgründer Bill Gates sollte eigentlich eine Grundsatzrede beim Gipfel halten.

Kurz vor Beginn teilte die Bill & Melinda Gates Foundation jedoch mit, Gates werde seine Teilnahme absagen. Die Entscheidung sei nach „sorgfältiger Abwägung“ gefallen, um „den Fokus auf die wichtigsten Prioritäten des Gipfels zu richten“, hieß es. Einen konkreten Grund nannte die Stiftung nicht.

Der Rückzug folgt auf Unterlagen des US-Justizministeriums vom Januar, die Gates’ frühere Kontakte zum inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein offenlegten. Gates hatte erklärt, er bedaure die Zeit, die er mit Epstein verbracht habe.

Sam Altman von OpenAI: „KI ist der beste Weg, damit die Menschheit aufblüht“

Der Mitgründer und CEO von OpenAI forderte eine „dringende“ weltweite Regulierung von KI.

„Die Demokratisierung von KI ist der beste Weg, damit die Menschheit aufblüht“, sagte Altman. Eine starke Konzentration der Technologie in den Händen eines einzelnen Unternehmens oder eines einzelnen Landes „könnte im Ruin enden“.

OpenAI-CEO Sam Altman spricht beim KI-Gipfel in Neu-Delhi, Indien, Donnerstag, 19. Februar 2026. (AP Photo)
OpenAI-CEO Sam Altman spricht beim KI-Gipfel in Neu-Delhi, Indien, Donnerstag, 19. Februar 2026. (AP Photo) AP/Copyright 2026 The AP. All rights reserved

„Das heißt nicht, dass wir keine Regulierung oder Schutzmechanismen brauchen“, ergänzte er.

„Natürlich brauchen wir sie, und zwar dringend – so wie bei anderen mächtigen Technologien auch.“

Dario Amodei von Anthropic: Chancen und Risiken

Der CEO des US-Unternehmens Anthropic sagte, KI befinde sich seit rund zehn Jahren auf einem exponentiellen Wachstumspfad. „Wir sind auf dieser Kurve inzwischen sehr weit vorangekommen.“

Er warnte, Maschinen könnten den Menschen schon in wenigen Jahren übertreffen. Er zeichnete das Bild von „einem Land voller Genies in einem Rechenzentrum, einer Gruppe von KI-Agenten, die den meisten Menschen bei den meisten Aufgaben überlegen sind und in übermenschlicher Geschwindigkeit koordiniert handeln können“.

OpenAI-CEO Sam Altman spricht beim KI-Gipfel in Neu-Delhi, Indien, Donnerstag, 19. Februar 2026. (AP Photo)
OpenAI-CEO Sam Altman spricht beim KI-Gipfel in Neu-Delhi, Indien, Donnerstag, 19. Februar 2026. (AP Photo) AP Photo/Jeff Chiu, File

KI könne Krankheiten heilen und Millionen Menschen aus der Armut holen, berge aber zugleich ernste Risiken wie Missbrauch und den Wegfall von Arbeitsplätzen, sagte Amodei.

„Indien hat bei diesen Fragen und Herausforderungen eine absolut zentrale Rolle zu spielen – auf der Seite der Chancen ebenso wie auf der Seite der Risiken.“

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