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SpaceX nach xAI-Fusion über eine Billion Euro wert, Musk bündelt sein Imperium

ARCHIV: Elon Musk beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos in der Schweiz, zweiundzwanzigster Januar zweitausendsechsundzwanzig.
ARCHIV: Elon Musk beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz. 22. Januar 2026. Copyright  AP Photo
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Von Una Hajdari
Zuerst veröffentlicht am
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Der Verbund aus SpaceX und xAI kommt nun auf rund eine Billion Euro und holt zu Tesla auf. Musk setzt immer stärker auf KI und Raumfahrt.

Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX kommt nach der Fusion mit dem KI-Venture xAI nun auf eine Bewertung von 1,25 Billionen Dollar (1,06 Billionen Euro). Damit schrumpft der Abstand zu Tesla und die Kräfteverhältnisse in seinem Firmenimperium verschieben sich.

Der Börsenwert von Tesla liegt bei rund 1,58 Billionen Dollar (1,34 Billionen Euro) und damit nur noch 26 Prozent über der jüngsten Privatbewertung von SpaceX.

Rein rechnerisch stammt damit ein größerer Teil von Musks Vermögen aus der Raketenfirma als aus dem Elektroautobauer.

Zu Beginn des Jahres 2026 hat Tesla an Wert eingebüßt. Die Aktie liegt seit Jahresanfang rund sechs Prozent im Minus, nachdem das Unternehmen Anfang Januar einen Rückgang der Auslieferungen um 16 Prozent und einen Umsatzrückgang für 2025 um drei Prozent gemeldet hatte – der erste Jahresrückgang in der Firmengeschichte.

Das Kerngeschäft mit Autos steht unter Druck: In China und Europa wächst die Konkurrenz, in den USA ist zudem eine bundesweite Steuervergünstigung für Elektrofahrzeuge ausgelaufen.

Hinzu kommt Musks politische Aktivität. Seine Nähe zur Regierung Trump und seine Unterstützung für rechtsextreme Akteure in Europa haben die Marke zusätzlich belastet.

E-Auto-Verkäufe brechen ein – Tesla setzt auf Roboter

Da die Verkäufe von Elektroautos nachlassen, richtet Musk Teslas Fokus stärker auf Robotaxi-Dienste und die humanoiden Optimus-Roboter. In beiden Bereichen hat der Konzern bislang aber noch kein tragfähiges Geschäft aufgebaut.

In der vergangenen Woche erklärte er Analysten, Tesla werde die Produktion der Modelle S und X einstellen. Diese machten 2025 weniger als drei Prozent der Auslieferungen aus. Die frei werdenden Fertigungslinien sollen auf Optimus umgestellt werden.

SpaceX ist in seinen Kernmärkten dagegen klar dominant. Das Unternehmen ist führender Anbieter von Orbitalstarts und verfügt über milliardenschwere Verträge mit der NASA und dem US-Verteidigungsministerium.

Zudem betreibt SpaceX das Satelliteninternet-Netzwerk Starlink mit mehr als 9.000 Satelliten im All und rund neun Millionen Kundinnen und Kunden.

Die in dieser Woche angekündigte Fusion bewertet SpaceX mit 1 Billion Dollar (847 Milliarden Euro) und xAI mit 250 Milliarden Dollar (212 Milliarden Euro).

Sie folgt auf einen Deal aus dem vergangenen Jahr, bei dem xAI die Social-Media-Plattform X, früher Twitter, im Rahmen einer Aktientransaktion übernommen hatte.

Musk erklärte, der Schulterschluss von SpaceX und xAI solle den Aufbau von Rechenzentren im All ermöglichen. Er ist überzeugt, dass sich so Energieengpässe auf der Erde umgehen lassen.

Branchenbeobachter gehen jedoch davon aus, dass ein breit angelegter Ausbau auf absehbare Zeit unwahrscheinlich ist. Technische Hürden, Lieferkettenprobleme und die Finanzierung bremsen das Projekt.

Das Vorhaben würde neue Lösungen für Strahlenschutz und Kühlung im All erfordern. Hinzu kämen die hohen Kosten für den Transport und die Montage großer Mengen schweren Geräts im Orbit.

Politische und regulatorische Risiken für X

Trotz der hohen Bewertung birgt der Zusammenschluss neue Risiken für Anlegerinnen und Anleger. Gewinne von SpaceX könnten in den Aufbau der xAI-Infrastruktur fließen. Gleichzeitig steht das KI-Unternehmen in mehreren Märkten unter genauer Aufsicht der Regulierer.

Behörden in Europa, Indien, Malaysia und den USA haben Ermittlungen gegen xAIs Bildgenerator Grok eingeleitet, nachdem damit explizite Deepfake-Aufnahmen von Frauen und Kindern erstellt worden waren.

In Frankreich durchsuchten Ermittlerinnen und Ermittler in dieser Woche zudem die Büros von X. Hintergrund ist ein Verfahren wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Algorithmen.

Rechtsexpertinnen und -experten warnen, dass einige dieser Risiken auf SpaceX übergreifen könnten – zumal ein großer Teil des Starlink-Geschäfts international läuft.

Noch lassen sich diese Konflikte leichter steuern, solange SpaceX nicht börsennotiert ist und unter Musks Kontrolle bleibt.

Ein möglicher Börsengang in der Zukunft würde die Frage verschärfen, ob Investoren eine derart hohe Bewertung angesichts zusätzlicher regulatorischer und politischer Risiken weiterhin mittragen.

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