Die Ukraine meldet am Freitag einen russischen Raketen- und Drohnenangriff auf die Region Schytomyr nordwestlich von Kyjiw. Dabei kam eine Person ums Leben, zehn weitere wurden verletzt. Einsatzkräfte suchten in den Trümmern und den beschädigten Vierteln nach weiteren Opfern.
Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden achtzehn Häuser komplett zerstört. Rund 100 Wohngebäude sowie 55 öffentliche oder Verwaltungsgebäude erlitten Schäden. Der Angriff war Teil einer größeren Welle von Schlägen im ganzen Land.
Der Schlag gegen Schytomyr gehörte zu einem breiteren russischen Beschuss, der nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press am dritten April landesweit mindestens acht Menschen tötete. Ukrainische Stellen berichten, Moskau setze immer häufiger Tagesangriffe ein, um den Alltag maximal zu stören, kritische Infrastruktur zu zerstören und Angst weit hinter der Front zu schüren.
Außenminister Andrii Sybiha erklärte, in der Nacht zum Freitag und am Freitag selbst seien fast 500 Drohnen und Raketen gestartet worden. In mehreren Regionen kam es demnach zu zeitweisen Stromausfällen. In Schytomyr räumten Rettungsteams weiter Trümmer und überprüften beschädigte Gebäude, während Kyjiw seine Forderungen nach zusätzlichen Luftabwehrsystemen und mehr Unterstützung durch die westlichen Verbündeten erneuerte.