Italien hat am Dienstag in Rom mit mehreren Gedenkfeiern den achtzigsten Jahrestag der Republik begangen. Staatspräsident Sergio Mattarella legte am Grabmal des unbekannten Soldaten einen Kranz nieder und nahm anschließend an der traditionellen Militärparade durch die Hauptstadt teil.
Aufnahmen zeigen Feuerwehrleute, die über dem Kolosseum eine riesige Trikolore entrollen. Gleichzeitig marschierten Einheiten der Streitkräfte, Einsatzdienste und der Zivilschutz durch das Forum Romanum. Zum Programm gehörten außerdem die italienische Nationalhymne, gesungen vom Tenor Andrea Bocelli, und ein Überflug der Kunstflugstaffel der Luftwaffe, die den Himmel in den Farben der Flagge einfärbte.
Der Jahrestag erinnert an die Volksabstimmung vom 2. Juni 1946. Damals stimmten die Italienerinnen und Italiener für die Abschaffung der Monarchie und für die Republik und wählten eine Verfassunggebende Versammlung, die das Grundgesetz des Landes ausarbeiten sollte. Es war zugleich die erste landesweite Wahl, an der Frauen in Italien teilnehmen durften.