Die Menschen in Israel haben am Dienstag des jährlichen Gedenktags für die Gefallenen gedacht. Der Tag ist von Trauer und Besinnung geprägt. Auf Friedhöfen finden Zeremonien statt. Im ganzen Land ertönt eine zweiminütige Sirene, in der alle innehalten und der Toten gedenken.
In der Innenstadt von Tel Aviv kamen viele zu einem improvisierten Mahnmal an einem sonnigen, runden Brunnen zusammen. Es ist nach dem Hamas-Angriff vom siebten Oktober zweitausenddreiundzwanzig entstanden, bei dem mehr als 1.200 Menschen getötet wurden.
Nach Sonnenuntergang am Dienstag schlägt die Stimmung im Land um. Aus der melancholischen Einkehr wird ausgelassene Feier: Mit Trompeten und Trommeln beginnt der Unabhängigkeitstag.
Israel rief am 14. Mai 1948 seine Unabhängigkeit aus. Der Feiertag richtet sich jedoch, wie alle nationalen Gedenktage, nach dem Mondkalender des Judentums.