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Postbotin Andrea Bunar steht auf einem Boot und steuert mit einem langen Ruder durch enge Wasserwege bei ihrer ersten Sommerpostrunde in Lehde, Lübbenau, am 29. April 2026.

Video. Spreewald-Dorf bewahrt 129-jährige Postboottradition

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Im Spreewald nimmt Postbotin Andrea Bunar den Bootsdienst wieder auf und setzt die seit 129 Jahren bestehende Tradition im Dorf Lehde fort.

Im Spreewald-Delta südöstlich von Berlin ist die Postbotin Andrea Bunar wieder mit einem Kahn unterwegs. Sobald der Frühling die Wasserwege freigibt, bringt sie die Post auf dem Wasser. Nach den winterlichen Touren mit dem Auto steuert die fünfundfünfzigjährige nun wieder durch die schmalen Fließe und Kanäle rund um Lehde.

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Das Dorf liegt rund hundert Kilometer von Berlin entfernt und ist der einzige Ort in Deutschland, an dem die Post noch mit dem Boot kommt. Bunar fährt die Strecke seit vierzehn Jahren. Pro Woche bringt sie etwa 600 Briefe und 80 Pakete auf einer Runde von rund acht Kilometern ans Ziel.

Der Spreewald, ein von der UNESCO geschütztes Biosphärenreservat mit mehr als 300 Kilometern Wasserwegen, prägt das Leben der Menschen seit Langem. Im Winter frieren viele Pfade zu. Dann kommen die Zustellungen auf der Straße langsamer voran und sind deutlich mühsamer.

Im Frühling und Sommer lenkt Bunar ihren gelben Kahn mit einem einzigen Ruder und legt die Post direkt in die Briefkästen an den Ufern. Diese besondere Zustelltour gibt es hier seit 129 Jahren.

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