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Ungarns einziges Atomkraftwerk Paks: Kritische Stunden stehen bevor

Atomkraftwerk Paks von Dunaszentbenedek aus fotografiert, vorne die Donau, am 31. Juli 2026.
Foto des AKW Paks von Dunaszentbenedek, im Vordergrund die Donau, aufgenommen am 31. Juli 2026. Copyright  MTI
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Von Gabor Kiss
Zuerst veröffentlicht am
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Ungarns Ministerpräsident fordert die Menschen dazu auf, Strom zu sparen, denn das AKW liefert die Hälfte der Elektrizität im Land. Dabei gilt eine Hitzewarnung.

Der letzte Reaktor im Atomkraftwerk Paks produziert stabil Strom, der Pegel der Donau hat sich nicht verändert – das schreibt Ministerpräsident Péter Magyar in einem Facebook-Beitrag am Mittwochmorgen. Er kündigt an, die Hitze in Ungarn werde am Mittwoch und Donnerstag ihren Höhepunkt erreichen. Besonders wichtig sei deshalb, den Stromverbrauch zwischen 17 und 22 Uhr zu senken.

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Etwa die Hälfte des Stroms in Ungarn kommt aus dem AKW Paks.

Der Wasserstand der Donau liegt nur wenige Zentimeter über der Marke, ab der auch der letzte noch laufende Reaktor in Paks abgeschaltet werden müsste. Nach den Berechnungen von Experten sollte sich die Lage in den nächsten Tagen langsam verbessern. Für einen Neustart der übrigen Reaktoren muss der dafür nötige Wasserstand jedoch dauerhaft gehalten werden.

Die Regierung hat bei der Sitzung der Arbeitsgruppe für Schutzmaßnahmen am Dienstag beschlossen, die Unterbrechung des Schienengüterverkehrs auch am Mittwoch und Donnerstag zwischen 17 und 22 Uhr beizubehalten. In der abendlichen Spitzenzeit reduziert dies die Last im Stromnetz um etwa 60 bis 90 Megawatt.

In den vergangenen Tagen haben mehr als 800 mittelgroße und große Verbraucher freiwillig zugesagt, ihren Verbrauch um insgesamt über 600 Megawatt zu senken oder zeitlich zu verlagern. Wenn es die Sicherheit der Energieversorgung des Landes erfordert, erlauben die Rechtsvorschriften auch verpflichtende Einschränkungen oder sogar Abschaltungen für Großverbraucher.

Hitze-Warnstufe 3 bis Freitag verlängert

In der Staatsverwaltung und in staatlichen Unternehmen bleibt bis Freitag überall dort Homeoffice möglich, wo dies mit den Aufgaben vereinbar ist. Arbeitgeber im Privatsektor werden gebeten, diesem Beispiel zu folgen.

Für die nächsten Tage sagen Meteorologen Höchsttemperaturen von 40 bis 42 Grad voraus. Die oberste Chefärztin Ungarns hat deshalb die Hitzewarnung der Stufe drei bis Freitag Mitternacht verlängert.

Zusätzliche Strom- und Wassersparmaßnahmen haben auch die drei größten Bäder im Komitat Békés beschlossen: das Árpád Fürdő in Békéscsaba, das Gyulai Várfürdő sowie das zu Orosháza gehörende Gyopárosfürdő.

In den vergangenen Tagen ist der Wasserverbrauch in Ungarn um neun Prozent gesunken – das teilte Umweltminister László Gajdos mit. Er dankte allen, die ihre täglichen Gewohnheiten geändert haben, etwa die Autowäsche verschieben, sparsam und überlegt gegossen oder das Füllen von Pools sowie das Reinigen von Pflastersteinen auf später verlegt haben.

Nach den Angaben der territorialen Schutzkommissionen gelten in Ungarn in 465 Gemeinden Wasserbeschränkungen der Stufe 1, in 151 Gemeinden der Stufe 2 und in 13 Gemeinden der Stufe 3 – steht in dem Bericht zur Hitzewarnung, den die Regierung am Mittwochmorgen auf kormany.hu veröffentlicht hat.

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