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Germanwings-Absturz: Copilot hatte Flugmanöver zuvor geprobt

Germanwings-Absturz: Copilot hatte Flugmanöver zuvor geprobt
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Nach der Veröffentlichung neuer Erkenntnisse zum Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März dauern die Spekulationen um das Unglück an. Zuletzt hatte die zuständige französische Ermittlungsbehörde bekannt gegeben, der Copilot der Maschine habe bereits auf dem Hinweg von Düsseldorf nach Barcelona einen Sinkflug ausprobiert.

Doch: Hätte dieses Probemanöver nicht sowohl Crew als auch Passagieren auffallen müssen? Markus Wahl von der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit ist anderer Meinung: “Ich glaube nicht, dass jemand das bemerkt hätte. Die Flughöhenänderung durch den Copiloten war so dezent und kurz, dass das Flugzeug keine Zeit hatte, zu reagieren. Keinem dürfte es aufgefallen sein.”

Der für den Abstutz verantwortlich gemachte Kopilot hatte seinen Krankenakten zufolge schon lange mit Depressionen zu kämpfen. Hätten diese nicht frühzeitig erkannt werden müssen? Jean Serrat, Berater und ehemaliger Corsair-Pilot, kritisiert die geltenden medizinischen Kontrolluntersuchungen für Piloten: “Ab einem gewissen Alter müssen wir Piloten uns zwei Mal im Jahr beim Arzt vorstellen. Dieser spricht dann etwa 10 Minuten mit uns. Wie wollen Sie in dieser kurzen Zeit feststellen, ob jemand unter ernsthaften psychischen Problem leidet? Unmöglich.”

Das Flugzeug war im März am Rand der französischen Alpen in eine Bergwand gerast, auf dem zweiten Flug des Tages zurück nach Düsseldorf. Alle 150 Menschen an Bord kamen ums Leben.

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