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Der Mann, dem man ein Bein stellte: "Ende gut" in Spanien

Der Mann, dem man ein Bein stellte: "Ende gut" in Spanien
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Ein Mann mit einem Kind auf dem Arm, dem man ein Bein stellt – diese Bilder von der ungarischen Grenze haben Osama Abdul Mohsen in aller Welt bekannt gemacht.

Wir wollten einem Trainerkollegen helfen.

Für den syrischen Flüchtling und seinen sieben Jahre alten Sohn Said hat ihr langer Weg nun aber ein gutes Ende genommen.

Dieses Ende liegt im spanischen Getafe, gleich bei Madrid. Dort kam er am späten Abend an, nach einer langen Zugreise über Paris und Barcelona.

Von seiner gefahrvollen Flucht hat Mohsen inzwischen der spanischen Zeitung “El Munodo” erzählt, die ihn auf einem Stück der Zugfahrt begleitet hat.

Dort schildert er unter anderem, wie sein Sohn nach dem Zwischenfall in Ungarn noch zwei Stunden lang geweint habe.

In Getafe nun ist Spaniens Schule für Fußballtrainer, die Cenafe, die Mohsen als Trainer einstellen will.

In seiner Heimatstadt Deir Essor hatte er selber einen Verein trainiert, den Erstligaklub Fotuwa.

Die beiden hätten Glück gehabt, sagt Miguel Ángel Galán, der Leiter der Trainerschule; durch die Bilder aus Ungarn sei man auf sie aufmerksam geworden. Aber nach wie vor bräuchten tausende Flüchtlinge Hilfe.

In diesem Fall habe man jedoch einfach einem Trainerkollegen helfen wollen.

Auch Mohsens Frau und zwei weitere Kinder sollen in Spanien aufgenommen werden: Sie sind immer noch in der Türkei.

Eine Wohnung in Getafe hat ihnen die Trainerschule schon besorgt.

Zuvor hatte der Mann in München seinen ältesten Sohn wiedergesehen.

Der Achtzehnjährige hatte den Fluchtweg über das Mittelmeer nach Italien genommen und kam so schon vor Monaten nach Deutschland.

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