Netanjahu in Moskau: Israel will mit Russland operative Grenzen für Kampfeinsatz abstecken

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist in Moskau zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengetroffen. Jerusalem

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist in Moskau zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengetroffen. Jerusalem ist besorgt über mögliche Konsequenzen einer verstärkten russischen Präsenz im Nachbarland Syrien.

Aus israelischen Beraterkreisen hieß es, Natanjahu wolle mit Putin klare operative Grenzen abstecken, damit Israel und Russland nicht unversehens im Nahen Osten aneinandergeraten – wie beispielsweise bei Luftangriffen oder Luftabfangmanövern. Erst im August hatte Israel Stellungen in Syrien bombardiert, von denen aus Raketen auf Israel abgeschossen worden sein sollen.

Israel befürchtet auch, dass russische Waffen für das Assad-Regime in die Hände der Hisbollah gelangen könnten. Die libanesisch-schiitische Miliz kämpft in Syrien Seite an Seite mit den Truppen Baschar Al-Assads, ist aber auch ein Erzfeind Israels.

Moskau gehört zu den engsten Verbündeten des Assad-Regimes. Offiziell betreibt Russland nur eine kleine Marinebasis im syrischen Tartus am Mittelmeer. Syrischer Beobachter und US-Behörden melden seit Wochen häufige Transportflüge, neue Waffensysteme und Bauarbeiten. Laut Kreml sind derzeit aber keine gemeinsamen Kampfeinsätze vereinbart.

Nun häufen sich aber Hinweise auf Aktivitäten auch an anderer Stelle in Syrien, wie in Hamimim bei Latakia und weiter südlich in Hamidiya. Dort werden unter Aufsicht russischer Truppen offenbar Start- und Landebahnen ausgebaut. Russische Zeitungen berichteten zuletzt außerdem über kleinere Truppenverlegungen.

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