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Burkina Faso: Bekannte Fotografin unter Anschlagsopfern

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Burkina Faso: Bekannte Fotografin unter Anschlagsopfern

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Nach dem dschihadistischen Anschlag auf ein Luxushotel und ein Lokal in Burkina Faso hat sich die Zahl der Todesopfer auf 30 erhöht. Die französisch-marokkanische Fotografin Leila Alaoui erlag ihren schweren Verletzungen in einer Klinik der Hauptstadt Ouagadougou. Sie soll vor Ort für Amnesty International gearbeitet haben.

Die Präsidenten Burkina Fasos und Benins machten sich am Anschlagsort in Ouagadougou ein Bild vom Stand der Ermittlungen. Rund 20 Menschen wurden seit Sonntag festgenommen. Einige kamen wieder auf freien Fuß.

Ich musste über eine Leiche steigen

Der nordafrikanische Al-Kaida-Ableger (AQMI) veröffentlichte nach dem Bekenntnis zu dem Überfall Fotos und Namen von drei mutmaßlichen Tätern. Sie wurden bei dem Anschlag am Freitag offenbar ebenfalls getötet.

Ein Überlebender berichtete:

“Wir waren im Bereich des Tresens, als die Angreifer noch einmal kamen, um die Verletzten zu töten. Dann steckten sie das Gebäude in Brand. Ich krabbelte zum Ausgang des Lokals. Dabei musste ich auch über eine Leiche steigen, um die Tür zu erreichen.”

Bei der Erstürmung durch Sicherheitskräfte am Samstagmorgen wurden 156 Geiseln befreit. Unter den Todesopfern sind zahlreiche Europäer.