Überraschend humanitäre Hilfskorridore in Aleppo eingerichtet

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Von Euronews
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In Syrien haben Regierungstruppen und russische Verbündete überraschend Hilfskorridore in das fast völlig zerstörte Aleppo eingerichtet. Die Vereinten Nationen waren nicht über die Aktion informi

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In Syrien spitzt sich die Lage im umkämpften Aleppo dramatisch zu. Weite Teile der Stadt liegen in Trümmern. Das syrische Regime und das verbündete Russland haben nun überraschend humanitäre Hilfskorridore eingerichtet, über die die Bewohner Aleppos die zerstörte Stadt verlassen können. In einigen Vierteln wurden außerdem Lebensmittel und Windeln abgeworfen.

Es handele sich um eine rein humanitäre Operation, sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Wer die Stadt durch die Korridore verlasse, erhalte Essen und medizinische Hilfe. Außerdem rief er alle anderen in Syrien tätigen Organisationen dazu auf, die der Operation anzuschließen.

#UPDATE Russia announces aid operation for Syria's battered Aleppo https://t.co/E7oNVYdIVCpic.twitter.com/OqqLpcJ4L2

— AFP news agency (@AFP) 28 July 2016

Die Vereinten Nationen waren über die Einrichtung der Korridore nicht informiert. Bewohner der umkämpften Stadt sind misstrauisch. Sie befürchten, dass sie so aus ihren Vierteln gelockt und dann verhaftet werden sollen, sagten Aktivisten.

Vor gut zwei Wochen hatten syrische Regierungstruppen die letzte Versorgungsroute in die Stadt abgeschnitten. Seitdem gibt es kaum noch Lebensmittel oder Treibstoff. Zwischen 200 000 und 300 000 Menschen sollen in den Rebellenvierteln eingeschlossen sein.

EU calls for an immediate humanitarian pause in #Aleppo city: https://t.co/3mDecYoofq

— EU Humanitarian Aid (@eu_echo) 28 July 2016

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