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Beginn der Bodenoffensive: Das Inferno von Aleppo

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Beginn der Bodenoffensive: Das Inferno von Aleppo

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Die syrische Armee stößt in Rebellengebiete in Aleppo vor. Für die Zivilisten gibt es kein Entkommen.

Nach dem Bombenhagel der vergangenen Tage hat die syrische Armee nun mit einer Bodenoffensive im umkämpften Aleppo begonnen.

Die Menschen in Aleppo können sich nirgendwo verstecken. Sie warten nur darauf getötet zu werden.

Im Rebellengebiet im Osten der Stadt sind rund 300.000 Menschen eingeschlossen. Für sie ist die Lage immer dramatischer. Es gibt kein Trinkwasser mehr, kaum Nahrung und Medikamente. Die 30
Ärzte, die noch dort sind, sind völlig überfordert.

Raed Al-Saleh, der Leiter der freiwilligen Helfer, der sogenannten syrischen Weißhelme, erklärt: “Die Zivilisten in Aleppo können sich nirgendwo verstecken. Es gibt keinen Schutz. Sie sitzen alle nur zu Hause und warten im Grunde genommen darauf, getötet zu werden. Es gibt keinen Ausweg für diese Menschen.”

Die syrischen Weißhelme retten Verletzte, bergen Tote und graben oft mit bloßen Händen nach den Verschütteten. Sie selbst werden auch Ziel von Bombenangriffen. Die derzeit 120 Helfer führen einen aussichtslosen Kampf. Es fehlt an allem. Manchmal werden Schwerverletzte gleich in Leichensäcke gelegt, weil es keine Hoffnung mehr für sie gibt.