Hammond: "Brexit" soll die Leute nicht aus ihrem Alltag reißen"

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Von Euronews
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Der britische Schatzkanzler Philip Hammond will keinen “harten Brexit” und plädiert für eine Übergangsphase bis spätestens Juni 2022 – dann wird in Großbritannien wieder gewählt. In der Zeit solle ein neuer Handelsvertrag zwischen Großbritannien und der Europäischen Union (EU) geschlossen werden, sagte er nach Medienberichten (“BBC”). Bis dahin könne ziemlich viel so bleiben wie es ist.

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Philip Hammond, britischer Schatzkanzler:

„Ich meine, die Briten hätten am liebsten einen “Tag eins” nach unserem Austritt, der so aussieht wie die Tage zuvor. Sie wollen in den Supermarkt gehen und dort wie gewohnt französische und spanische Produkte im Regal vorfinden, sie wollen zum Flughafen fahren und in Europa in Urlaub fliegen, wie gewohnt. Also ist es unsere Aufgabe, die Europäische Union in einem gleitendenden Übergang zu verlassen, der die Leute nicht aus ihrem Alltag reißt. “


Hammond gilt – im Gegensatz zu Premierministerin Theresa May – als Fürsprecher eines “weichen Brexits”. Wie die «Times» unter Berufung auf Regierungsquellen berichtet, hat er sich mit dem Vorschlag durchgesetzt, die Grenzen für EU-Bürger für zwei weitere Jahre nach dem anstehenden EU-Austritt offenzuhalten. Der «Guardian» berichtet sogar von einer möglichen Übergangsphase von bis zu vier Jahren.

Brexit-Verhandlungsführer David Davis stand dagegen immer auf dem Standpunkt, Großbritannien müsse nach Ablauf der zweijährigen Brexit-Verhandlungsfrist im März 2019 die EU vollständig verlassen – auch die Zollunion. Er will – so Insider – die Austrittsverhandlungen möglichst schnell durchziehen, wie auch EU-Verhandler Michel Barnier.


Selbst Experten ("The Institute for Fiscal Studies") wagen keine Prognosen, wie sich der “Brexit” auf den Lebensstandard auswirken könnte, etwa auf die Lebensmittelpreise. Möglich seien aber “beträchtliche und unvorhersehbare Schwankungen.”


Am Donnerstag war die zweite Runde der Brexit-Verhandlungen ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Topthema waren unter anderem die Bleiberechte von rund 3,2 Millionen EU-Bürgern in Großbritannien und 1,2 Millionen Briten in der EU.

su mit dpa

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