Nach Kurden-Referendum: Feststimmung und Sorge in Irak

Nach Kurden-Referendum: Feststimmung und Sorge in Irak
Von Euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Die Kurden in Nordirak feiern das Referendum wie einen Festtag. Das Ergebnis steht noch nicht fest, eine deutliche Mehrheit für eine Abspaltung ist aber so gut wie sicher.

WERBUNG

Die Kurden im Nordirak haben über ihre Unabhängigkeit abgestimmt – gegen den Willen der Zentralregierung und trotz heftiger Kritik aus dem Ausland. Das offizielle Ergebnis soll erst innerhalb der nächsten Tage vorliegen. Beobachter rechnen aber mit einer überwältigenden Mehrheit für einen eigenen kurdischen Staat.

Entsprechend ausgelassen war die Stimmung auf den Straßen – auch schon vor Schließung der Wahllokale. Vor diesen bildeten sich teilweise lange Schlangen. Die Wahlbeteiligung lag bei 70 Prozent.

Das Ergebnis des Referendums ist zwar nicht bindend, es wird dem Präsidenten der regionalen Kurdenregierung, Massud Barsani, die Verhandlungen mit der Zentralregierung in Bagdad aber erleichtern. Genau wie die Nachbarn Iraks verurteilte diese die Abstimmung. Sie sieht in ihr eine Gefahr für die Stabilität in der Region.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

20 Jahre nach dem Krieg: Wie ist das Leben für die Menschen im Irak heute?

Historisches Referendum in Australien: Keine Mitsprache für Aborigines

Wird die "indigene Stimme" gehört?