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Brasilien: Muss Ex-Präsident Lula 12 Jahre ins Gefängnis?

Lula-Puppe "Pixuleco" in Brasilien
Lula-Puppe "Pixuleco" in Brasilien Copyright REUTERS/Leonardo Benassatto
Copyright REUTERS/Leonardo Benassatto
Von Kirsten Ripper mit dpa, Reuters
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In Brasilien geht die Justiz weiter gegen Ex-Präsident Lula da Silva wegen Korruption vor. Ihm drohen 12 Jahre Haft.

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In Brasilien kommt Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva wegen Korruption erneut vor Gericht, das hat ein Berufungsgericht in Porto Alegre entschieden. In erster Instanz war der 72-jährige Lula zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Bis zur Berufungsverhandlung soll der Ex-Präsident auf freiem Fuß bleiben. Allerdings droht ihm statt einem politischen Comeback eine noch längere Gefängnisstrafe von zwölf Jahren.

Lula spricht von einem politischen Prozess und wollte eigentlich bei der Wahl im Oktober 2018 wieder Präsident werden. In allen Umfragen liegt er vorne. 

Lula wird vor allem zu Last gelegt, dass ein Baukonzern, der von öffentlichen Auftragsvergaben profitierte, ein Penthouse am Atlantik für Lula teuer herrichten ließ. Der linke Ex-Präsident bestreitet aber, dass die Immobilie für ihn bestimmt gewesen sei. Er verhedderte sich aber immer in Widersprüche oder versuchte, Verantwortung auf seine verstorbene Frau abzuschieben. 

Lula hat unabhängig von dem Urteil für die nächsten Tage eine Äthiopien-Reise geplant.

Während seiner Zeit als Präsident des fünftgrößten Landes der Welt von 2003 bis 2010 wuchs die Wirtschaft zeitweise kräftig - auch dank sprudelnder Öleinnahmen. Mehr als 30 Millionen Menschen seien aus der Armut geholt worden, betont er immer wieder. "Nur eine Sache holt mich von den Straßen dieses Landes: das kann nur der Tag sein, an dem ich sterbe", hatte der 72-Jährige vor der Berufungsverhandlung, zu der er dann selbst nicht erschien, vor tausenden Anhängern in Porto Alegre gesagt. 

In ganz Brasilien bekannt ist die aufblasbare Puppe von Ex-Präsident Lula in Sträflingskleidung (siehe Foto oben), die auch "Pixuleco" genannt wird.

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