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Freiburger Mordprozess: Höchststrafe für Hussein K.

Freiburger Mordprozess: Höchststrafe für Hussein K.
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In Freiburg im Breisgau ist das Urteil gegen Hussein K. gefallen: Er wurde zur Höchststrafe verurteilt. Das Landgericht Freiburg verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Die Richter sprachen ihn der besonders schweren Vergewaltigung und des Mordes an einer 19-Jährigen für schuldig. Außerdem stellten sie die besondere Schwere der Schuld fest und ordneten eine mögliche Sicherungsverwahrung an.

Das Gericht geht davon aus, dass der Mann im Oktober 2016 eine Studentin nachts von dem Fahrrad gestoßen, sie bewusstlos gewürgt, mehrfach vergewaltigt und dann ermordet hat. Laut Gericht habe K. die junge Frau im Wasser des Flusses Dreisam abgelegt, sie ertrank nach der Vergewaltigung. Die 19-Jährige lag wohl mindestens eine Stunde im Wasser, so die Gerichtsmedizin.

"Er wusste, dass sie noch lebte, als er sie in die Dreisam legte, dass sie ertrinken würde, ertrinken musste", sagte die Vorsitzende Richterin Kathrin Schenk in ihrer Urteilsbegründung.

Die Studentin war nachts allein auf dem Weg von einer Party nach Hause, als sie Opfer des Verbrechens wurde. Das Würgen und die Vergewaltigung hatte der junge Mann zugegeben, über weitere Details der Tat sprach er aber kaum.

Applaus im Gerichtssaal

Der Prozess hat mehrere Monate gedauert. Der Fall sorgte im ganzen Land für großes Aufsehen. Nach der Verkündung des Urteilsspruchs applaudierten die Zuschauer im voll besetzten Gerichtssaal in Freiburg.

Neben der Tat stand im Prozess auch das Alter des vor der Jugendkammer angeklagten Mannes im Mittelpunkt. Dieser war angeblich im November 2015 ohne Papiere als minderjähriger Flüchtling nach Freiburg gekommen. Nach eigenen Angaben soll er zur Tatzeit 16 oder 17 Jahre alt gewesen sein. Diese Altersangaben wurden von Gutachten angezweifelt, er soll damals mindestens 22 Jahre alt gewesen sein. Er wurde nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt.

K. war bereits 2013 in Griechenland wegen einer Gewalttat gegen eine Frau zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde aber gegen Auflagen freigelassen.