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Deutschland nimmt 10.000 Flüchtlinge auf

Deutschland nimmt 10.000 Flüchtlinge auf
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Die deutsche Regierung hat sich verpflichtet, 10.200 Flüchtlinge aus Nordafrika und dem Nahen Osten im Rahmen eines EU-Umsiedlungsprogramms aufzunehmen. Das bestätigten EU-Migrations- und Innenkommissar Dimitris Avramopoulos und Horst Seehofer in Berlin.

Beispiel für gelungene Zusammenarbeit

Seehofer erklärte: "Wir haben zweitens darüber gesprochen, dass solche Resettlement-Programme nur funktionieren können, wenn wir die illegale Migration soweit wie möglich zurückdrehen und eingrenzen. Dazu benötigen wir ein gemeinsames europäisches Asylsystem, an dem gearbeitet wird und dazu müssen wir auch die Frage der Grenzkontrollen lösen".

Avramopoulos sagte: "Ich möchte die Gelegenheit nutzen, die Entscheidung der deutschen Behörden zu begrüßen, die systematischen Grenzkontrollen für griechische Passagiere an deutschen Flughäfen zu stoppen." Er betonte, dass dies ein Beispiel dafür sei, wie zwei EU-Staaten effektiv zusammenarbeiten können.

Programm für besonders Schutzbedürftige

Das Programm existiert seit vergangenem Sommer und soll besonders Schutzbedürftigen einen Weg nach Europa zu öffnen. Die EU unterstützt die Aufnahmeländer mit einer halben Milliarde Euro. Bis Herbst 2019 sollen mindestens 50.000 Flüchtlinge in der EU angesiedelt werden.

Der EU-Kommissar drängte außerdem darauf, bald zur normalen Funktionsweise des Schengensystems zurückkehren. Erst kürzlich hatte Deutschland angekündigt, die Grenzkontrollen zu Österreich bis Mai zu verlängern.