Verteidigungsminister Vulijn nannte den Protest ein "ukrainisches Szenario", eine Eskalation der Opposition, um Chaos zu verursachen und die Regierung gewaltsam zu stürzen.
Auf der Autobahn oder in der Innenstadt, egal wo, Serbiens Autofahrer ziehen die Handbremse an und beleiben einfach stehen. Wo immer sie sind, aber immer für eine Stunde. Sie verabreden sich über die sozialen Medien, denn die Uhrzeit ändert sich täglich, nur der Grund für den Protest bleibt gleich: die Spritpreise. Drei Prozent haben die Preise angezogen, der Weltwährungsfonds verlangte höhere Steuern. Der Liter Sprit kostet jetzt um die 1,33 Euro.
Belgrad beschuldigt die Demonstranten, die Regierung erpressen zu wollen.
Nebojsa Stefanovic, serbischer Innenminister:
"Die serbische Regierung ist jederzeit gesprächsbereit, zu allem. Aber nicht unter Druck von der Strasse. Niemand diktiert der Regierung. was sie zu tun hat, das sollte jeder wissen."
Die Opposition wolle jetzt die Gelegenheit zum Sturz der Regierung nutzen, sagte Präsident Alexandar Vucic:
_"Das ist keine spontane Reaktion, sondern ein Protest, der von der Opposition koordiniert wird, und von einigen reichen Hetzern, die an die Macht kommen wollen, aber ohne Wahlen". _
Verteidigungsminister Alexandar Vulijn ging noch einen Schritt weiter und nannte den Protest ein "ukrainisches Szenario", also eine Eskalation, um Chaos zu verursachen und die Regierung gewaltsam zu stürzen.