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Google speichert Standorte trotz ausdrücklicher Ablehnung

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Google speichert Standorte trotz ausdrücklicher Ablehnung

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Google zeichnet den Standort auf, selbst wenn man dies ausdrücklich abgelehnt hat. Eine Untersuchung der Nachrichtenagentur AP wurde von Informatikern aus Princeton bestätigt. Einige Dienste speichern unter Android und iOS Bewegungen automatisch, trotz Deaktivierung in den "Privacy Settings" oder selbst dann, wenn man eine Anfrage - zum Beispiel von Google Maps - abgelehnt hat.

Vollständige Deaktivierung ist möglich - und gut versteckt

Die Standortverfolgung lässt nur völlig ausschalten, indem eine weitere Funktion tief in den Einstellungen deaktiviert wird - ein zweiter Schritt ist nötig, den aber kaum jemand kennt.

Frederike Kaltheuner von Privacy International über das Vorgehen der datensammelnden Konzerne:

"Es gibt eine Diskrepanz zwischen dem, was Menschen noch verstehen und dem, was Unternehmen tun. Als Nutzer treffen Sie Ihre Wahl, begeben sich sogar tief in die Einstellungen einer Software, weil sie nicht möchten, dass ihr Standort getrackt wird - und das Unternehmen folgt ihnen trotzdem. So etwas geht über die vernünftige Erwartung eines Menschen hinaus."

Standortdaten landen im Google-Konto

Der Standort wird schon im Google-Konto gespeichert, wenn eine App nur geöffnet wird, sogar bei Suchanfragen ohne Ortsbezug. Laut Unternehmen sollen nur die eigenen Dienste verbessert werden. Betroffen sind etwa zwei Milliarden Android-Nutzer und Hunderte Millionen iPhones, auf denen Google Maps oder die Suche läuft.