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Mord an Kim-Halbbruder: Gericht glaubt den Angeklagten nicht

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Mord an Kim-Halbbruder: Gericht glaubt den Angeklagten nicht

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Der Prozess um den Giftmord an Kim Jong Nam - Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un - geht in eine neue Runde. Die beiden mutmaßlichen Täterinnen, eine 25-jährige Indonesierin und eine 29-jährige Vietnamesin, müssen weiterhin mit einem Todesurteil rechnen: Ein Gericht in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur lehnte den Antrag der Verteidigung auf Freispruch der beiden Angeklagten ab. Ihnen wir zur Last gelegt, Kims 45 Jahre alten Halbbruder im Februar 2017 mit Nervengift ermordet zu haben. Beide Frauen behaupten seit ihrer Festnahme, sie seien im Glauben gewesen, für einen "Streich" angeheuert worden zu sein.

Giftanschlag am Flughafen

Kim Jong Nam war auf dem Flughafen von Kuala Lumpur mit dem Nervengift VX überfallen worden. Aufgrund der Aufnahmen der Überwachungskameras gibt es an der Täterschaft der Frauen keine Zweifel. Dem Todesurteil können sie nur entgehen, wenn sie dem Richter glaubhaft machen können, dass sie nicht wussten, was sie taten. Vermutet wird, dass der nordkoreanische Geheimdienst die Tat in Auftrag gab.

Halbbruder in Ungnade

Das Opfer war ältester Sohn des langjährigen Machthabers Kim Jong Il (1941-2011) aus einer früheren Ehe. Eine Zeit lang galt er als erster Anwärter auf die Nachfolge, fiel dann aber in Ungnade. Die letzten Jahre lebte er außerhalb Nordkoreas. Regimekritiker war er nicht. Manche Experten vermuten, dass er sich für einen Sturz seines Halbbruders bereithielt.