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Hafen von Genua rechnet mit - 10% Umschlag

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Hafen von Genua rechnet mit - 10% Umschlag

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Der Einsturz der Morandi-Brücke hat eine Hauptverkehrsader zu einem der grössten Häfen Italiens getroffen. Der Präsident der Hafenbehörde von Genua, Paolo Signorini, über die wirtschaftlichen Konsequenzen für den Hafen und die Möglichkeiten für Genua, den Betrieb ohnen allzu grossen Schaden sicher zu stellen.

Hafen rechnet mit Minus von 10%

Paolo Signorini: Im letzten Jahr hatten wir einen Anstieg von 15% beim Containerumschlag auf 2 Millionen 600.000 TEU, also 20 Fuss Standardcontainer Äquivalent. In diesem Jahr hatten wir eine Steigerung von 5%. Jetzt, nach dem Einsturz der Brücke schätzen wir, dass wir nicht weiter zulegen werden, im Gegenteil, wir könnten bis zu 10% weniger Umschlag haben.

Eine Alternativroute für LKW muss gebaut werden

Paolo Signorini: Alles hängt davon ab, ob wir es schaffen, eine neue Straße entlang der Küste zu bauen, auf der der Gütertransport laufen kann. Wir schätzen, die Morandi-Brücke wurde von 1000 bis 1500 Lkw pro Tag genutzt. Für diese Fahrzeuge müssen wir eine Alternative finden. Funktioniert diese alternative Route, dann werden wir mit dem Einsturz der Brücke fertig. Andernfalls wird es zu einer ernsthaften Überlastung anderer Ausweichstrecken kommen, und das dürfte den Güterverkehr noch mehr behindern.

Umschlag muss in die Nacht verlagert werden

Paolo Signorini: Im Prinzip wollen wir im Hafen den 24 - Stunden Betrieb hinbekommen. Wenn wir in der Lage sind, unsere Terminals und Lkw auch in Nachts einzusetzen, wird das die Überlastung am Tag deutlich reduzieren.

Steuergeld soll Mehrkosten kompensieren

Paolo Signorini: Die Nachtarbeit verursacht zusätzliche Kosten für Terminals, LKWs und Firmen. Diese Art von Mehrkosten könnten mit den Mitteln kompensiert werden, die die Regierung in solchen Katastrophenfällen bereitstellt. Die Regierung hat die Möglichkeiten, Mittel zur Entschädigung privater Unternehmen für diese Art von Mehrkosten bereitzustellen.