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Messerattacke bei Barcelona: Polizei spricht von Terrorakt

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Messerattacke bei Barcelona: Polizei spricht von Terrorakt

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Nach der Messerattacke auf eine Polizeiwache in Cornellà bei Barcelona gehen die Ermittler von einem Terrorangriff aus.

Ein 29-Jähriger hatte am frühen Montagmorgen an der Tür der Wache geklingelt und gesagt, er habe ein Anliegen. Im Gebäude zückte der Mann ein Messer, ein Beamter erschoss ihn sofort.

Aus Notwehr, wie Rafael Comas, Sprecher der katalanischen Polizei, bei einer Presskonferenz betonte. Der Mann habe „Allah ist groß“ gerufen und die Polizisten umbringen wollen.

„Die Person betrat die Polizeistation mit einem Messer und der klaren Absicht, anzugreifen und zu töten. Der Mann richtete sein Messer von beachtlicher Größe auf einen Beamten. Dieser musste die Attacke mit einer Schusswaffe abwehren“, so Comas. Zudem herrsche derzeit in Spanien die Terrorwarnstufe 4 von 5.

Der spanische Staatsgerichtshof ermittelt. Unmittelbar nach dem Vorfall wurde die Wohnung des Angreifers durchsucht. Es handelt sich um einen nicht vorbestraften, gebürtigen Algerier mit spanischer Staatsangehörigkeit. Er lebte nur einige hundert Meter von der Polizeiwache in Cornellà entfernt.

Die Tat ereignete sich drei Tage nach den Trauerfeiern zum Jahrestag der Anschläge von Barcelona und Cambrils mit 16 Toten. Einen direkten Zusammenhang gibt es nach bisherigem Ermittlungsstand nicht.