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Wiesbaden: Erdogan-Statue steht nicht mehr

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In Wiesbaden hat die plötzlich aufgetauchte Skulptur des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für Debatten gesorgt, die in einen Abbau der Statue mündeten. Als Grund nannten die Stadtoberen, die diese Entscheidung mit der Landespolizei abgestimmt hatten, Sicherheitsbedenken.

Die goldene Statue ist Teil der Kunstbiennale - und sollte natürlich auch zur Diskussion anregen. Ein Zweck den sie offenbar schnell erfüllte.

Samet Ayyildiz wohnt in Wiesbaden und freute sich über die Statue: "Ich komme ja aus der Türkei und es ist ja mein Päsident und deswegen finde ich das auch schön. Jeder hat seine Meinung und jeder kann seine Meinung einfach verteten und ich vertrete meine Meinung und das ist auch ok."

"Das ist keine Meinung. Das ist Provokation", unterbricht ihn Werner Starosta, der ebenfalls Einwohner von Wiesbaden ist. "Der Mann hat wirklich hunderte von Menschen auf dem Gewissen."

Auch andere Anwohner befürchteten, dass die Statue einen Keil zwischen die türkischstämmige und deutsche Bevölkerung in der Stadt treiben könnte.

Die Statue war am späten Montagabend in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf dem Platz der Deutschen Einheit aufgestellt worden. Die Polizei ermittelte, weil nicht sofort klar war, ob eine Berechtigung vorlag.

Der Direktor der Biennale sagte, Erdogan sei als kontroverse Figur zu begreifen über die man in Deutschland diskutieren dürfe - das treffe für manch andere Länder nicht zu.

Das Thema der Kunstausstellung in diesem Jahr ist "Bad News".