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US-Open: Schiedsrichter coacht Spieler

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Hat der schwedische Schiedsrichter Mohamed Lahyani den Australier Nick Kyrgios gecoacht? Für viele sah es offensichtlich nach Coaching aus. Der Schiedsrichter stand lange beim Spieler, die Worte 'Ich will Dir helfen' waren klar zu hören.

Doch US-Open-Oberschiedsrichter Brian Earley erklärte, Lahyani habe seinen Stuhl verlassen, damit ihn Kyrgios im Lärm verstehe. Lahyani habe gefragt, ob er medizinische Hilfe benötige. Er habe auch darauf hingewiesen, dass er einschreiten müsse, falls Kyrgios weiter so desinteressiert wirke.

Der unterlegene Gegner, der Franzose Pierre-Hugues Herbert sieht das anders:

"Er muss doch nicht runtersteigen und sich wie ein Coach verhalten. Ich weiß nicht, ob das das Ergebnis beeinflusst hat, aber ich weiß eines, er hätte das nicht tun müssen."

Der von einigen Fans ausgebuhte Kyrgios meinte, der Schiedsrichter habe ihm gesagt, das gebe "kein gutes Bild für den Sport" ab. Kyrgios war in der Vergangenheit wegen wiederholten Fehlverhaltens immer wieder mit Strafen belegt worden.

Auch Tennisstar Roger Federer aus der Schweiz, dem Kyrgios im nächsten Spiel gegenübersteht, äußerte sich zu dem Vorfall:

"Ich weiß nicht, was er gesagt hat. Das ist mir auch egal. Aber es ging nicht nur um sein Befinden. Dann wäre er schneller wieder auf seinem Stuhl gewesen. Es war ein Gespräch und Gespräche können den Spieler psychologisch beeinflussen. So etwas wird nicht noch einmal passieren."