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China stellt Afrika unter die Dollar-Dusche

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Afrika als Chinas neuer Kontinent der unbegrenzten Möglichkeiten: China bietet Afrika für Zuschüsse, zinslose Darlehen, Importhilfen in den kommenden drei Jahren erneut eine Finanzspritze von 60 Milliarden Dollar (51,7 Milliarden Euro) an. "Wir begrüßen Afrika im Expresszug der chinesischen Entwicklung", sagte Präsident Xi Jinping beim Gipfel mit afrikanischen Staats- und Regierungschefs in Pekings Großer Halle des Volkes. "Fehlende Infrastruktur gilt als größtes Hindernis für den Fortschritt in Afrika", sagte Xi. Vor fünf Jahren hat er den Bau einer "Neuen Seidenstraße" eingeleitet, mit der neue Wirtschaftskorridore von China nach Südostasien, Europa und Afrika entstehen sollen. Zum Vergleich Die deutsche Wirtschaft erwartet 2018 Investitionen für eine Milliarde Euro auf dem afrikanischen Kontinent.

Cyril Ramaphosa, Präsident Südafrikas:

"China spielt auf dem afrikanischen Kontinent eine sehr konstruktive Rolle, indem es dem afrikanischen Kontinent hilft, sich zu entwickeln – nicht nur als Ressourcen-hungriges Land, sondern als Partner".

Mit einem Handelsvolumen von zuletzt 170 Milliarden Dollar (146,4 Milliarden Euro) hat China die USA überholt und die alte Kolonialmacht Frankreich.

China hat Afrika zwischen 2000 und 2016 rund 125 Milliarden Dollar geliehen, so Daten einer Initiative an der Johns Hopkins University School of Advanced International Studies, Washington. Das brachte der Volksrepublik aber auch den Vorwurf ein, afrikanische Länder in eine Schuldenfalle zu treiben.

China sitzt auf Devisenreserven von gut 3 Billionen Dollar

Das Engagement von China in Afrika umfasst den Bau von Regierungsgebäuden, Fußballstadien, Zugstrecken, Flughäfen, Kasernen und Raffinerien. In Sambia, Äthiopien, Gabun, Kamerun und Ghana sind mit chinesischer Hilfe Staudämme entstanden. In Südafrika will die Shanghai Zendai Group mit rund 8 Milliarden US-Dollar in der Nähe der Wirtschaftsmetropole Johannesburg ein "New York von Afrika" bauen, das in den nächsten 15 Jahren 200.000 Jobs schaffen soll.

su mit dpa, Reuters, AFP