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U-Boot-Mord: Erfinder Madsen wieder vor Gericht

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U-Boot-Mord: Erfinder Madsen wieder vor Gericht

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Der wegen Mordes verurteilte dänische Erfinder Peter Madsen steht heute erneut vor einem Kopenhagener Gericht. Der Hobby-U-Boot-Fahrer war vor viereinhalb Monaten wegen Mordes an der schwedischen Journalistin Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

In einem Berufungsverfahren soll das Gericht neu über die Dauer der Strafe entscheiden. Zu lebenslanger Haft Verurteilte können in Dänemark frühestens nach zwölf Jahren einen Antrag auf Freilassung auf Probe stellen. Für die Verhandlung sind drei Termine angesetzt.

Generalstaatsanwalt Kristian Kirk betonte die Bedeutung des Verfahrens: "Das ist kein Fall wie jeder andere. Deshalb ist es für die Staatsanwaltschaft von Bedeutung, dass die Strafe zeitlich unbegrenzt ist."

Madsen bestreitet, Kim Wall ermordet zu haben, hat den Schuldspruch aber anerkannt. Die 30-Jährige war im August vergangenen Jahres für eine Reportage an Bord seines U-Bootes gegangen. Das Gericht geht davon aus, dass Madsen die Journalistin folterte, missbrauchte und tötete. Teile von Walls Leiche waren in dänischen Küstengewässern gefunden worden.