75 Todesurteile und 600 Haftstrafen im Kairoer Massenprozess

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Von Euronews
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Bei gewaltsamen Protesten pro Muslimbruderschaft starben 2013 rund 40 Sicherheitskräfte und 800 Demonstranten. Das Verfahren gegen eine ganze Riege islamistischer Führer und der Muslimbrüderschaft wurde unter massiver Kritik durch Bürgerrechtsorganisationen beendet.

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Ein ägyptisches Gericht hat 75 Todesurteile gesprochen, unter anderen wurde eine ganze Riege prominenter islamistischer Führer und der Muslimbrüderschaft zum Tod durch den Strang verurteilt. Gegen 600 weitere Angeklagte wurden Haftstrafen bis zu 15 Jahren verhängt.

Hunderte starben 2013 bei pro-islamistischen Protesten in Kairo

Grund des Verfahrens waren gewaltsame Proteste pro Muslimbruderschaft 2013, bei denen angeblich 40 Sicherheitskräfte und 800 Demonstranten getötet wurden. Bürgerrechtsgruppen kritisierten den Prozess, weil auch friedliche Demonstranten und Journalisten der Anstiftung zu Gewalt, Mord und der Organisation illegaler Proteste angeklagt wurden.

Friedliche Demonstranten und Journalisten mit angeklagt

Amnesty International kritisiert, das moderne Ägypten erlebe unter dem Ex-General und heutigen Präsidenten al Sisi eine nicht gekannte Einschränkung der Bürgerechte und Unterdrückung der Opposition.

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