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Judo-WM: Medaillen-Run für Japan und erster spanischer Weltmeistertitel

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Judo-WM: Medaillen-Run für Japan und erster spanischer Weltmeistertitel

Scherazadischwili und Morales im Finalkampf
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Sabau Gabriela
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Die Japanerin Arai Chizuru hat erfolgreich ihren Judo-Weltmeistertitel in der Klasse bis 70kg verteidigt und darf damit ihren roten Aufdruck behalten.

Bis jetzt hat jeder japanische Judoka in diesem Wettbewerb eine Medaille erzielt. Japan ist das einzige Land, dem dieses Kunststück bisher gelang.

Im Finale stand die vierfache Grand-Prix-Gewinnerin Arai der Französin Marie Eve Gahie gegenüber.

Ein Waza-ari durch Gahie warf die Japanerin zwar zuerst zurück, doch sie antwortete mit einem Uchi-mata, der zum Ausgleich führte. Darauf folgte der Haltegriff, der ihr die Goldmedaille sicherte. Die fünfte für Japan in Baku und der zweite Weltmeistertitel für die 24-Jährige.

Arai freute sich, ihre Ziele erreicht zu haben: "Mein Ziel für dieses Turnier war, das Doppel zu gewinnen. Das zu erreichen, war eine große Ehre. Natürlich schwirrten da einige Emotionen in meinem Kopf herum. Zuerst mal, der Waza-ari gegen mich gleich am Anfang. Ich wusste, ich musste alles geben. Und das dann zu überstehen und zu siegen, ich wurde von meinen Gefühlen in dem Moment einfach übermannt. Und auch das erreicht zu haben, was ich erreichen wollte...da wurde ich schon sehr emotional."

Sherazadishvili schreibt Geschichte für Spanien

Gold bei den Herren in der Klasse bis 90kg ging an den Spanier Nikoloz Scherazadischwili. Er schrieb Geschichte für sein Land als erster männlicher Judoka aus Spanien, der einen Judo-Weltmeistertitel bei den Herren gewinnt.

Unschlagbar schien der 22-Jährige, als er Champion für Champion aus dem Weg räumte.

Sein Finalgegner war Ivan Silva Morales aus Kuba. Der parierte eine Blockade mit Waza-ari, aber Scherazadischwili zog gleich. Im Golden Score gelang es dem Spanier, sich den Titel zu holen, indem er seinen Kontrahenten durch einen Uchi-mata spektakulär auf die Matte legte.

Mayorova Marina
Nikoloz Scherazadischwili reckt die Faust nach seinem Sieg in die LuftMayorova Marina

Sein Glück konnte der junge Spanier kaum fassen: "Es ist unglaublich, echt unglaublich. Ich bin nicht alleine hier. Ich bin mit meinem Coach gekommen, mit meinem Club und mit der spanischen Judo-Förderation. Und jetzt bin ich so glücklich. Ich bin so glücklich."

Korea: Zwei Länder - ein Team

Für einen der schönsten Momente des Wettbewerbs sorgten die beiden koreanischen Teams, als sie miteinander trainierten, um sich auf die Team-Meisterschaften in drei Tagen vorzubereiten. An denen werden sie als eine Delegation teilnehmen. Nordkorea und Südkorea im Sport vereint.