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Angst vor Ansteckung: Besorgte Partygäste des KitKat-Nachtclub in Berlin

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Angst vor Ansteckung: Besorgte Partygäste des KitKat-Nachtclub in Berlin

Angst vor Ansteckung: Besorgte Partygäste des KitKat-Nachtclub in Berlin
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REUTERS/Hannibal Hanschke
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Viele Technofans und Partygänger, die am vergangenen Samstag im KitKatClub in Berlin waren, sind besorgt und lassen sich in Krankenhäusern untersuchen. In der Diskothek habe sich ein an einer bakteriellen Hirnhautentzündung - Meningokokken-Meningitis - erkrankter Mann aufgehalten. Der Club selbst und das Bezirksamt Berlin-Reinickendorf hatten am Dienstag alle, die am Samstagabend (29. September 2018) im KitKat-Nachtclub waren, dazu aufgerufen, einen Arzt aufzusuchen.

Mittlerweile hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (Lageso) eine Art Entwarnung herausgegeben. Es seien bislang keine weiteren Verdachtsfälle bekannt. Die Ansteckungsgefahr im Club werde als gering eingestuft. Vor allem für Menschen, die im selben Haushalt leben, wie der Erkrankte, bestehe ein Ansteckungsrisiko.

Typische Symptome einer Meningokokken-Meningitis sind starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, Nackensteifigkeit und schwerstes Krankheitsgefühl. Für eine Ansteckung über Flüssigkeiten aus dem Mund- und Rachenraum sei in der Regel ein sehr enger Kontakt nötig. Diese Informationen hatte das Bezirksamt Berlin-Reinickendorf mitgeteilt.

Laut Medienberichten geht es dem an Hirnhautentzündung erkrankten Mann nicht gut.

Der KitKatClub selbst hatte - wie die Behörden - Informationen über den Vorfall veröffentlicht.

In einem Facebook-Post heißt es: "Leider geht es dem erkrankten Gast sehr schlecht, deshalb war es auch nicht möglich, zu erfragen, mit wem er näheren Kontakt bei uns im Club hatte. Aus diesem Grund hat sich das Gesundheitsamt dann entschieden, eine Pressemitteilung herauszugeben. Die Idee war, möglichst viele Leute zu informieren, die letzten Samstag ebenfalls den Club besucht haben. Hat ja auch geklappt – Funk & Presse berichten darüber. Leider verbreitet sich aber dadurch jetzt auch eine Panik, die nicht begründet ist.

Erst einmal muss sich niemand Sorgen machen, der am letzten Samstag nicht im Club war.

Alle Mitarbeiter sind bis jetzt symptomfrei und haben außerdem die Möglichkeit, vorsorglich eine Antibiotikatherapie zu beginnen – damit ist eine Übertragung auf neue Gäste ausgeschlossen.

Wer am Samstag da war und folgende Symptome hat, sollte so schnell als möglich einen Arzt aufsuchen oder in die Notaufnahme gehen.

Das Krankheitsbild:

Beginnt häufig als Nasen-Racheninfektion mit plötzlich auftretendem Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Schwindel und schwerem Krankheitsgefühl. Hinzu kommen Erbrechen, Nackensteifigkeit, Benommenheit, Bewusstseins-trübung, Krämpfe und Hautblutungen.

Eine weitere Ansteckung im Club ist nach Aussagen der Ärzte & des Amtes sehr unwahrscheinlich."