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Hunde marschieren gegen Brexit durch London

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Hunde marschieren gegen Brexit durch London

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Hunderte Hunde - mit Herrchen oder Frauchen - sind gegen den Brexit durch London marschiert. Sie fordern ein zweites Referendum, genannt Wooferendum, denn auch für Hunde wird das Reisen nach dem Brexit extrem kompliziert; der EU-Hundepass gilt dann nicht mehr.

"Für mich war es ganz normal, mit meinem Hund auf den Kontinent zu fahren, und nach dem Brexit müssen wir massenweise Papiere ausfüllen? Was soll das?", fragt Anthony Robinson, der mit Fred, seinem zwei Jahre alten Corgi, dabei war.

Es wird auch befürchet, dass Hundefutter und Medikamente für Hunde deutlich teurer werden. Und auch, dass es eventuell nicht genügend Tierärzte geben wird.

Bei der Hundeparade waren von Corgies und Beagles, Labradoren und Huskies alles dabei, sogar ein riesiger Leonberger. In zwei Wochen, am 20. Oktober findet eine große Demonstration für ein neues Referendum statt, - für menschliche Teilnehmer.

"Wenn man ein Ziel hat, dann benutzt man das, was man hat, also warum nicht mit den Hunden demonstrieren", sagt Alastair Campbell, der mit Skye, seinem fünf Monate alten Cavalier King Charles durch London marschierte. "Es ist doch offensichtlich, dass es in diesem Land keine echte Vision für den Brexit gibt und unsere Demonstration ist eine Art des Kampfes gegen den Brexit, für ein neues Referendum."

Der Marsch ging vom Trafalgar Square zum Parliament Square. Eine Petition, die von den Hunden und ihren Besitzern unterschrieben ist, wurde an der Downing Street 10 abgegeben.

Bob Geldof: "Lasst das!"

Britische Musiker haben in einem Brief an Premierministerin Theresa May vor den Folgen des Brexits für die Musikindustrie des Landes eindringlich gewarnt.

Bob Geldof erklärte: "Dieses Land beherrscht die Radiowellen, die einzigen Wellen nebenbei gesagt, die die Briten noch beherrschen, den Äther, die Cyberwellen, die Schallwellen."

Ed Sheeran und andere britische Stars wie Sting, die auch den Brief an May unterschrieben, machen die Musik aus dem Königreich weltberühmt. Geldof sagt, ein Brexit würde die Kreativen der Szene massiv einschränken.

Geldof sagte außerdem: "Wie soll in dem seichten Teich dann noch nach Talenten gefischt werden, wenn dieser existenzbedrohende Brexit kommt? Wie wird diese 94-Milliarden-Industrie, dieser gigantische kreative Pool damit fertig? Gar nicht. Also lasst es bleiben."