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Nachschub fürs Handy: Deutsche bauen Lithium in Bolivien ab

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Nachschub fürs Handy: Deutsche bauen Lithium in Bolivien ab

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Unter Beteiligung zweier deutscher Unternehmen wird in der bolivianischen Salzwüste Salar de Uyuni künftig Lithium abgebaut. Das Leichtmetall wird unter anderem zur Herstellung von Batterien verwendet.

Das Verfahren für die Lithium-Gewinnung in der mit rund 10.000 Quadratkilometern größten Salzpfanne der Welt wurde von einer thüringischen Firma entwickelt. Auch ein Unternehmen aus Baden-Württemberg sowie eine bolivianische Gesellschaft arbeiten an dem Projekt mit. Derzeit wird der Großteil des Metalls in Australien gewonnen, auch Boliviens Nachbarländer Chile und Argentinien sind Lithiumlieferanten.

„Ein Drittel des Lithiums ist für die Batteriefertigung vorgesehen und zwei Drittel werden als Rohstoff exportiert“, sagt Boliviens stellvertretender Technologieminister Luis Alberto Echazu.

Thüringens Minister für Wirtschaft und Wissenschaft Wolfgang Tiefensee war zur Vertragsunterzeichnung mit nach Bolivien gereist.

„Und deshalb gehen wir jetzt einen ersten Schritt mit der Förderung von Lithium, einen zweiten Schritt mit der Erstellung von Kathoden und einen dritten Schritt mit der Batteriefertigung hier in Bolivien, um die Wertschöpfung hier in Bolivien zu erhalten“, so Tiefensee.

Lithium gehört zu gefragtesten Metallen auf dem Rohstoffmarkt, in Bolivien lagern die weltweit größten Reserven. Umweltschützer warnen vor negativen Folgen für die Salzwüste Salar de Uyuni, die derzeit noch gar nicht absehbar seien.