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Judo-Grand-Prix: Doppel-Gold für Österreich

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Judo-Grand-Prix: Doppel-Gold für Österreich

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Michaela Polleres und Magdalena Krssakova verschafften dem Österreichischen Judoverband am zweiten Wettkampftag des Grand-Prixs von Cancún prächtige Momente.

Polleres gewann Gold in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm. Die Niederösterreicherin bezwang im Finale Gabriella Willems aus Belgien mit einem sehenswerten Uchi-Mata. Dieser war einen Ippon wert. Polleres feierte den ersten Grand-Prix-Erfolg ihrer Laufbahn.

„Ich freue mich sehr“, jubelte die 21-Jährige. „Es ist einfach perfekt, weil auch Magda Krssakova eine Goldmedaille gewonnen hat. Das hat mich angespornt, ebenfalls Gold zu holen. Ich bin sehr froh."

Der Schwede Tommy Macias bekam es im Finale der Männer bis 73 Kilogramm mit Dennis Jartchew zu tun - so etwas wie ein Angstgegner, denn Macias hatte den Russen noch nie besiegt. Zeit, das in Mexiko zu ändern! Macias zeigte hervorragende Fußarbeit und bekam für einen O-Soto-Gari sowie einen O-Uchi-Gari jeweils Waza-Ari-Wertungen. Seine Negativserie gegen Jartchew war gebrochen.

„Gegen denselben Gegner verliere ich niemals vier Mal in Folge“, so Macias. „Ich habe an mich geglaubt und gekämpft. Ich wusste, dass er stark ist, also dachte ich mir, dass ich gleich zu Beginn da sein muss, damit er mich nicht zu packen bekommt und ich ihn vielleicht aus dem Gleichgewicht bringen kann. Damit hatte ich heute Erfolg, mal sehen, wie es beim nächsten Mal wird. Die vergangenen drei Jahre sind sehr gut für mich gelaufen. Diesmal gab es die Goldmedaille, aber im Judo kann alles passieren. Vielleicht ist es beim nächsten Mal Bronze. Hier hatte ich Glück, und es ist Gold geworden."

Zurück zum Tag der Österreicherinnen: Erwähnte Magdalena Krssakova holte ebenfalls Gold. Die Wienerin setzte sich im Finale der Wettkampfklasse bis 63 Kilogramm gegen Catherine Beauchemin-Pinard aus Frankreich durch.

Bei den Männern bis 81 Kilogramm gab es einen belgischen Sieg: Sami Chouchi packte in Cancún Judo vom Feinsten aus. Hier einige Kostproben: Erst brachte er einen Tai-otoshi an, später dann einen Uchi-mata. Der 25-Jährige aus Brüssel kämpfte sich ins Finale vor und bezwang dort den Brasilianer Victor Penalber. Eine Premiere für Chouchi, denn bei einem Grand Prix stand der Vizeeuropameister noch nie auf dem Treppchen. In Cancún wurde es dann gleich Gold.