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Trump will Abrüstungsvertrag von 1987 kündigen

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Trump will Abrüstungsvertrag von 1987 kündigen

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Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump aus einem Rüstungskontrollvertrag mit Russland auszusteigen sorgt für neue Spannungen zwischen den Großmächten. Trump warf Moskau vor, gegen den vor über dreißig Jahre geschlossenen INF-Vertrag über das Verbot bestimmter Mittelstrecken-Marschflugkörper verstoßen zu haben.

Missachtungen der Vereinbarung haben sich Moskau und Washington in der Vergangenheit bereits mehrfach und gegenseitig bezichtigt.

Trump sagte, seine Regierung werde solche Waffen bauen, sollten Russland und auch China nicht einem neuen Abkommen zustimmen.

Sein Nationaler Sicherheitsberater John Bolton brach bereits nach Moskau auf, um mit der russischen Seite das strittige Thema zu erörtern.

Der Analyst Dimitri Oreschkin schätzte gegenüber Euronews die Situation als bedrohlich ein: "Wir rutschen langsam aber sicher in die Zeit des Kalten Krieges vor dem Ende der Sowjetunion zurück. Mit ähnlichen Konsequenzen. Diesmal aber können die Folgen schlimmer sein, weil Präsident Wladimir Putin einer Generation angehört, die keinen Krieg Schultern musste. Diese Leute haben keine Angst vor einem Krieg wie es damals unter Staats- und Parteichef Leonid Breschnew der Fall war. Sie denken, wenn sie gegenüber dem Westen ein Bedrohungsszenario aufbauen, dann wird das für Verängstigung sorgen."

Der INF-Vertrag war 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion geschlossen worden. Er verbietet beiden Nationen die Konstruktion und den Besitz von landgestützten Marschflugkörpern mit Atomwaffen und Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern.

Einer der Unterzeichner, der ehemalige russische Präsident Michail Gorbatschow, kritisierte die Ankündigung Trumps als "Fehler" und "sehr befremdlich". Diese unterminiere die damaligen Anstrengungen für ein Ende des Wettrüstens.