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Schule absurd: Bücher in der Mikrowelle

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Schule absurd: Bücher in der Mikrowelle

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Warum eine Mikrowelle sicherer ist als ein Rucksack, das muss einem erstmal jemand erklären. Aber das ist vielleicht auch gar nicht die Frage hinter dem, was sich an einer Schule im englischen Lincolnshire abgespielt hat.

Wie mehrere britische Medien berichten, hat die Schule das Tragen von großen Rucksäcken verboten. Grund dafür sei, dass immer wieder Schüler von den am Rücken herumschlingernden Transportbehältnissen getroffen wurden. Im Namen der Sicherheit und sicher gut gemeint war die Anweisung. Rucksackbesitzer an der Schule protestierten.

Bücher nur noch per Hand von einem Klassenraum in den anderen zu tragen, das kam für Jacob Ford nicht infrage. Er beließ es nicht bei Protest, sondern suchte sich neue Transportbehältnisse. Eines davon: die Mikrowelle.

In einer Stellungnahme äußerte der 17-Jährige Kritik, die weit über das Transportproblem hinausgeht und beinahe als Kapitalismuskritik gesehen werden kann. Es gehe ja meistens auch ums Geld, wird Ford vom Nachrichtenportal Unilad zitiert, und auch dieser Fall bilde keine Ausnahme. Für eine neue Tasche zu zahlen, die den Anforderungen der Schule entspricht, sei unerhört.

Die Verwicklungen um seinen Protest brachten Ford eine zweitägige Suspendierung von der Schule ein. Seine Mutter aber steht auf seiner Seite. Sie sieht in der Mikrowellenaktion einen Ausdruck von Redefreiheit.