Eilmeldung

Eilmeldung

EU-China-Tourismusjahr: Peking baut eine Brücke in die Zukunft

Sie lesen gerade:

EU-China-Tourismusjahr: Peking baut eine Brücke in die Zukunft

EU-China-Tourismusjahr: Peking baut eine Brücke in die Zukunft
Schriftgrösse Aa Aa

In China hat eine neue Ära begonnen, das Land verstärkt die Handelsbeziehungen und öffnet seine Märkte. Im Mittelpunkt steht eine Partnerschaft mit der Europäischen Union - für mehr Touristen und Investitionen auf beiden Seiten. In Macau fand gerade das Global Tourism Economy Forum statt. China und die EU haben sich zusammengetan, um den Tourismus zu fördern. Was bringt das den beiden Seiten?

Macau, die ehemalige portugiesische Kolonie - heute eine Sonderverwaltungszone Chinas - liegt am Perlflussdelta - ein Bindeglied zwischen Ost und West

In Macau ist immer etwas los, Besucher finden tagsüber Attraktionen und abends ein reges Nachtleben. Euronews-Reporter Damon Embling:

"Der Tourismus ist ein großes Geschäft in Macau. Millionen von Menschen kommen jedes Jahr hierher, um die bunte Mischung aus Unterhaltung, Kultur und Traditionen zu genießen. Eine passende Kulisse für das Global Tourism Economy Forum, das hier vor Kurzem stattfand. "

EU und Peking wollen gemeinsam den Tourismus fördern

Die siebte Ausgabe der Tourismusmesse will davon profitieren, dass sich China dem Handel öffnet: Peking und die EU haben sich zusammengetan, um den Tourismus zu fördern und die Investitionen auf beiden Seiten zu erhöhen:

"Die EU und China sind die beiden größten Regionen, sowohl was die Zahl der Auslandsreisen betrifft, als auch die Kapazität, Touristen zu beherbergen. Die beiden Partner haben eine robuste Aufbauphase ihrer sehr starken Beziehungen hinter sich und meiner Meinung nach wird das so weitergehen", sagt Pansy Ho, Vizepräsidentin und Generalsekretärin des "Global Tourism Economy Forum".

Die Europäische Union war offizieller Partner des jüngsten Forums: 2018 ist außerdem das EU-China-Tourismusjahr:

"Wir sind zwar sehr froh darüber, dass viele chinesische Touristen Europa erkunden, wir möchten das Jahr aber auch dazu nutzen, mehr Europäer mit der chinesischen Lebensweise vertraut zu machen und sie einladen, China zu entdecken", so Pansy Ho.

Eric Philippart, 2018 Eu-China-Tourismusjahr, Europäische Kommission: "Die EU verhandelt über Luftverkehrsverbindungen und auch über Visaerleichterungen. Heutzutage wollen Touristen eine unkomplizierte Reise. Sie wollen ihr Ziel direkt erreichen. Sie werden immer ungeduldiger mit dem Papierkram. Als arbeiten wir auf beiden Seiten an Verbesserungen."

Neue Technologien erobern die Tourismusbranche

Auf dem Tourismusforum gab es eine von der EU finanzierte Virtual-Reality-Messe, auf der sich Besucher über Reiseziele informieren konnten:

"Anstatt zu einer echten Messe zu gehen, loggt man sich in eine virtuelle 3D-Umgebung ein, in der man Informationen über das gewünschte Reiseziel findet und mit anderen Teilnehmern interagieren kann - das ist die erste Online-Tourismusmesse ihrer Art", so Ivan Hiel, 2Advice.

Macau will europäische Touristen anlocken: Neben seinem Nachtleben ist die historische Altstadt sehenswert, die seit 2015 Uneso-Weltkulturerbe ist. Aber Macau hat auch die Zukunft im Blick: Das Mammutprojekt, das Macau jetzt mit Hongkong und dem westlichen Perlflussdelta verbindet, besteht neben einem Unterwassertunnel und künstlichen Inseln aus der längsten Seebrücke der Welt. Die Eröffnung am 23. Oktober durch Chinas Präsident Xi wurde auf dem Tourismusforum verfolgt:

"Die Brücke ist ein sehr wichtiges Infrastrukturprojekt, weil sie die Anbindung verbessert. Wir sehen die Brücke auch als eine eigenständige Touristenattraktion. Und es kommen weitere Vorteile dazu: der Transport wird einfacher dank der Hochgeschwindigkeitsbahn und es werden noch mehr Hotels entstehen", sagt Maria Helena de Senna Fernandes, Direktorin der Macau-Touristeninformation.

China schlägt eine Brücke in die Zukunft - und dabei wird die EU zu einem immer wichtigeren Partner, vor allem im Tourismus. Die beiden Regionen stärken Beziehungen, die auf die alte Seidenstraße zurückgehen.

Mehr dazu focus