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Trump und Macron nähern sich wieder an

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US-Präsident Donald Trump ist in Paris anlässlich des 100. Gedenktages zum Ende des Ersten Weltkriegs eingetroffen.

Zunächst ging es in einem bilateralen Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron allerdings unter anderem um ein stärkeres europäisches Engagement in der NATO. Die USA fordern dabei mehr finanzielle Einbringung Europas.

Macron setzt auf eine starke europäische Armee: "Ich glaube, dass meine Anregungen für eine europäische Verteidigung völlig widerspruchsfrei sind. Denn das hieße mehr Europa in der NATO, mehr Kapazität, um unseren Teil beizutragen."

Das findet auch Trump gut: "Ich begrüße, was Sie zur Lastenverteilung sagen. Sie wissen, wie meine Haltung dazu ist. Und wir wollen ein starkes Europa."

Zuvor hatte er allerdings noch über Twitter gegen Macron gewettert:

Offensichtlich war diesem Tweet ein Missverständnis vorhergegangen. Das Interview mit Macron, auf das sich Trump hier bezieht, wurde verkürzt wiedergegeben. So fasste der amerikanische Präsident Macrons Pläne so auf, als wolle der sich mit der europäischen Armee gegen die USA, China und Russland verteidigen. Dabei hatte Macron vor Hackerangriffen und politischem Einfluss aus diesen Ländern gewarnt.

Kein Friedhofsbesuch - wegen Regens

Auch die amerikanische First Lady Melania Trump kam mit nach Paris. Auf dem Programm stand ein gemeinsames Mittagessen der Ehepaare Trump und Macron.

Danach war eigentlich ein Besuch auf einem US-Soldatenfriedhof nördlich von Paris geplant. Dieser wurde allerdings kurzfristig wegen Planungs- und Logistikschwierigkeiten aufgrund des Wetters abgesagt: Es regnete.

Gedenken an kanadische Soldaten

Derweil gedachte Kanadas Premierminister Justin Trudeau im nordfranzösischen Neuville - St. Vaast den Opfern des Ersten Weltkriegs.

Kanadas Armee bestand damals unter anderem auch aus Mitgliedern indigener kanadischer Völker. Insgesamt sind etwa 60.000 kanadische Soldaten im Krieg getötet worden.