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Staatsakt in Wien: 100 Jahre Republik Österreich

Staatsakt in Wien: 100 Jahre Republik Österreich
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Mit einem Staatsakt in Wien hat Österreich das hundertjährige Bestehen der Alpenrepublik gefeiert.

Kanzler Sebastian Kurz erklärte: "Erst mit der Unabhängigkeit Österreichs konnte unser Land seinen beispielhaften Erfolgsweg der letzten Jahrzehte beschreiten. Und erst mit dem Bekenntnis zu Österreich als eigenständiger Nation in unserem geeinten Europa konnte Österreich ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln."

Vor 100 Jahren löste die Republik die Habsburger Monarchie ab. 1938 kam es zum sogenannten "Anschluss" an Nazi-Deutschland, an den Österreichs Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache erinnerte. Er sagte: "Als deutsche Truppen und die SS und die Gestapo einmarschierten, leider unter dem nur allzu gerne verdrängten Jubel unserer Landsleute, die im Anschluss an das Nazi-Deutschland die Lösung ihrer Probleme erhofften."

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen warnte beim Staatsakt vor einer Demokratie-Müdigkeit gewarnt. Wer sich nach schnelleren politischen Lösungen in einer weniger liberalen Demokratie sehne, liege falsch. "Es gibt keine Abkürzungen. Der Weg zur gemeinsamen Lösung mag manchmal steinig sein, aber er ist aller Mühen wert", betonte das Staatsoberhaupt in seiner Rede in der Wiener Staatsoper am Montag. Die liberale Demokratie sei mehr als die Herrschaft der Mehrheit. "Die liberale Demokratie verlangt nach der Vielfalt der Stimmen und dass keine Stimme ungehört bleibt", erinnerte der Bundespräsident an die Minderheitenrechte und die Unverzichtbarkeit der Toleranz.