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Schweizer entscheiden über Hornkuh-Initiative

Schweizer entscheiden über Hornkuh-Initiative
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Unter Rinderzüchtern ist es fast eine Glaubensfrage: Mit oder ohne Horn? In der Schweiz soll am Sonntag eine Volksabstimmung darüber Klarheit schaffen. Hinter der Initiative steckt Armin Capaul. Er und seine Mitstreiter argumentieren, die Enthornung sei ein Eingriff, der für die Tiere Langzeitschmerzen bedeute.

„In der Schweiz gibt es noch zehn Prozent Kühe mit Hörnern. Und diese möchte ich retten quasi, damit sie nicht aussterben", so Capaul. „Die Kuh ist ja das inoffizielle Nationaltier. Überall auf der Welt ist die Kuh mit Hörnern drauf und in der Realität stimmt's nicht mehr. (...) Ich rede immer mit den Kühen im Stall. Und dann haben sie mir gesagt, ob ich nicht mal etwas für die Kühe machen könne, dass sie ihre Hörner behalten können", sagt der Landwirt.

Bereitet die Entfernung des Horns dem Tier Schmerzen? Der scheidende Bundesrat Johann Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, bezweifelt das.

„Enthornung schadet den Tieren nicht. Zwar mögen wir horntragende Kühe als natürlicher und sympathischer als hornlose empfinden, wissenschaftlich konnte aber bisher nicht belegt werden, dass das Enthornen das Wohlergehen oder die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen", so Schneider-Ammann.

Offiziell lautet die Abstimmungsfrage am Sonntag: "Wollen Sie die Volksinitiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere (Hornkuh-Initiative)» annehmen?" Bundesrat und Parlament empfehlen ein Nein, das Initiativkomitee ein Ja.

Internetauftritt der Hornkuh-Initiative...