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Geteiltes Zypern: Kulturelles Erbe verbindet

Geteiltes Zypern: Kulturelles Erbe verbindet
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Seitdem die Türkei vor 44 Jahren den Nordteil Zyperns unter ihre Kontrolle brachte, ist die Insel geteilt. Familien und Freunde wurden auseinandergerissen. Bislang sind alle Wiedervereinigungsversuche gescheitert.

Doch ein Projekt bringt Menschen aus dem griechischen Süden und türkischen Norden zusammen: Gemeinsam restaurieren sie Kirchen, Moscheen und Sehenswürdigkeiten, die durch den Konflikt gelitten haben.

John Karis vom Technischen Komitee für kulturelles Erbe erklärt: „Es kommen Maroniten, Griechen und Türken und das macht den Wert dieses Projekts aus. Wir restaurieren nicht nur die Gebäude, sondern auch unsere Geschichte.“

Auch Cemile Iskifoğlu aus dem türkisch-zypriotischen Norden nimmt an den Renovierungsarbeiten teil: “Es geht uns auch darum, dass mehr Touristen zu uns kommen. Wir richten diese Orte wieder schön her, damit unsere Kultur und unsere Geschichte weiterleben können. Wir brauchen das.“

Das Projekt wurde 2008 vom UNDP, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, ins Leben gerufen. Auch die Europäische Union beteiligt sich mit 14,7 Millionen Euro an der Initiative. Faktisch gehört nur der griechische Südteil der Insel zur EU.