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In Bayern sind die Perchten los

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Spukgestalten gehen um, in der kleinen Gemeinde Kirchseeon östlich von München.

Nach altem Volksglauben kommen die sogenannten Perchten am Thomastag, dem 21. Dezember, dem Tag der Wintersonnenwende. Und so ist es in dem bayerischen Dorf Tradition, während der dunklensten Tage des Jahres als Percht verkleidet, zu marschieren, zu singen und zu tanzen, um die Natur wieder zum Leben zu erwecken.

Wolfgang Uebelacker, Leiter der Kirchseeoner Prozession, erklärt:

"Es gab früher auch den Spruch, so hoch wie der Perch springt, so hoch wächst im nächsten Jahr das Korn. Und durch unsere Trommeln und unseren Krach und unsere Tänze, dieses Stampfen, wollen wir die Natur wieder aufwecken. Aber das wichtigste ist, dass das Licht wiederkommt. Die Sonne muss wiederkommen."

Er sagt, der Brauch gehe auf die vorchristliche Zeit zurück. Andrea findet es sehr wichtig diesen Brauch aufrechtzuerhalten. Sie erzählt:

"Letztes Jahr hatte meine Tochter noch Angst, und dieses Jahr ist sie selber ein Percht."

Andreas Tiochter Frida füttert einen Percht mit einem Geldstück

Von den Perchten gibt es gute und böse - es ist ratsam sie mit kleinen Gaben zu besänftigen.