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Kurz vor den Wahlen: Kongo verweist EU-Botschafter des Landes

Kurz vor den Wahlen: Kongo verweist EU-Botschafter des Landes
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Als Reaktion auf EU-Saktionen gegen mehrere kongolesische Politiker verweist die Demokratische Republik Kongo den EU-Botschafter Bart Ouvry des Landes. Wegen wiederholter Wahlverzögerungen hatte die EU ihre Sanktionen vor knapp zwei Wochen um ein weiteres Jahr verlängert.

Unterdessen gab es auf den Straßen des Landes Proteste gegen eine erneute Verzögerung der Wahlen, die den ersten demokratischen Machtwechsel seit fünf Jahrzehnten ermöglichen sollen. Ein neuer Ebola-Ausbruch soll laut Wahlkommission der Grund für die Wahlverzögerung sein.

Léonard She Okitundo, Außenminister der Demokratischen Republik Kongo, zur Begründung der Ausweisung des EU-Botschafters: "Die Sanktionen der EU verstoßen, entgegen der Meinung des Europäische Rat, gegen das Völkerrecht; sie untergraben die Grundrechte der Betroffenen und sie werden von den regionalen und subregionalen Behörden des afrikanischen Kontinents verurteilt."

Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila, hatte sich nach Ende seiner zweiten Amtszeit vor zwei Jahren geweigert, abzutreten. Er ließ die Wahlen mehrmals verschieben. Brüssel kritisiert die Behinderung des Wahlprozesses und sorgt sich über Menschenrechtsverletzungen im Land. Die Demokratische Republik Kongo gehört dem UN-Index zufolge zu den 15 ärmsten Ländern der Welt.

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